Vierte Medaille

Jessica Pilz holte bei Kletter-WM in Bern Kombi-Silber und Olympia-Ticket

Jessica Pilz jubelte am Freitag im Kombi-Finale über den Vize-Weltmeistertitel und löste damit zugleich das Olympia-Ticket.
© IFSC/Lena Drapella

Vize-Weltmeisterin Pilz holte sich am Freitag ihre vierte WM-Medaille und somit ein Ticket für Paris. Kletter-Ass Jakob Schubert versucht das am Samstag.

Bern – Jessica Pilz hat bei den Kletter-Weltmeisterschaften in Bern Silber in der Kombination erobert. Die 26-Jährige erledigte am Freitagabend im Finale das Bouldern als Drittbeste, bevor sie sich im anschließenden Vorstieg noch auf den zweiten Rang verbesserte. Der WM-Titel ging an die slowenische Favoritin Janja Garnbret, Bronze an die Japanerin Ai Mori. Für Pilz ist es die vierte WM-Medaille ihrer Karriere, die zudem auch das Olympia-Ticket für Paris bedeutet.

Die in Innsbruck lebende Niederösterreicherin hatte als Sechste das Finale der besten Acht erreicht und lief dort zu Höchstleistungen auf. Im Boulder-Teil gelangen der ÖKV-Athletin zwei Tops sowie 69 Punkte, im Vorstieg schaffte sie eine 48+-Wertung bzw. 88,1 Zähler. Ihre Gesamt-Punktzahl von 157,1 wurde nur mehr von Garnbret getoppt (177,0), die schon Boulder-Gold und Vorstiegs-Silber geholt hatte.

Pilz hatte in Innsbruck 2018 WM-Gold im Vorstieg gewonnen und Bronze in der Kombination, drei Jahre später kam in Moskau Kombi-Gold dazu. Mit Silber komplettierte sie nun ihren Medaillensatz bei Weltmeisterschaften. Das Männer-Finale geht am Samstag (16.00) mit Jakob Schubert über die Bühne.

Schubert jagt Olympia-Ticket

Jakob Schubert hat schon Geschichte geschrieben bei dieser Weltmeisterschaft. Vor einer Woche setzte er sich in Bern als erster männlicher Kletterer zum vierten Mal die Vorstiegs-Krone auf – und er tat dies mit 32 Jahren, sieben Monaten und sechs Tagen als ältester Titelträger. So weit, so historisch. Und doch steht für Österreichs Kletterhelden das Happy End bei diesen Titelkämpfen noch aus.

Nur zu gerne würde er am Samstagnachmittag im Kombinations-Bewerb aus Bouldern und Vorstieg das Fixticket für die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris lösen. Dazu muss er im Finale der besten acht (Samstag ab 16 Uhr) in den Podesträngen landen. Schubert baut dabei auch auf seine Fähigkeiten, im entscheidenden Moment in der Regel zu liefern. „Natürlich hilft das einem, wenn man weiß, dass man oft noch das entscheidende Quäntchen zulegen kann.“ Groß rechnen werde er nicht: „Erst einmal gilt es besser zu bouldern als im Halbfinale. Auf meine Vorstieg-Form kann ich mich verlassen.“