„Den Bayern Beine machen“: Jean-Claude Juncker zeigt beim Transit Verständnis für Tirol
Der ehemalige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zeigt im TT-Exklusivinterview Verständnis für die Transitproblematik und ist der Meinung, dass man den „Bayern Beine“ machen soll. Offene Kritik übt Juncker an der Bargeld-Debatte der Bundes-ÖVP.
Sie machen seit über 14 Jahren Sommerurlaub in Tirol. Wie nehmen Sie denn unser Land und die Menschen hier wahr?
Jean-Claude Juncker: Es ist ein Volk mit ausgeprägtem Hausverstand. Ich mag die Menschen hier, weil sie bodenständig sind, weil sie keine Träumer sind, weil sie über die lange Zeit der tirolerischen Selbstfindung einen eigenen Charakter entwickelt haben, weil sie eigentlich, das hören die anderen Österreicher nicht unbedingt so gerne, das Aushängeschild Österreichs in der Welt sind. Insofern fühle ich mich immer wohl hier beim Stanglwirt.
Wenn Sie durch Tirol fahren, verstehen Sie dann die Sorgen und Probleme rund um den Transit?
Juncker: Ich verstehe das sehr gut. Die Entscheidungen reifen zu langsam heran. Die Umsetzung nimmt zu viel Zeit in Anspruch. Obwohl ja diese Transitproblematik wirklich eine brennende ist.