GemNova-Debakel

Klage gegen Schöpf wird geprüft, Gemeinden müssen den Verband finanziell retten

Am 19. September wird in Zirl nicht nur ein neuer Präsident gewählt. Es geht um die Zukunft des Verbands.
© Böhm

Steuerzahler wird für GemNova-Pleite vorerst mit 2,4 Mio. Euro zur Kasse gebeten. Mattle appelliert an Gemeinden, Verband nicht im Stich zu lassen.

Innsbruck – Nach dem 10- Millionen-Euro-Konkurs der gemeindeverbandseigenen GemNova-Gruppe stellt sich der Gemeindeverband neu auf. Wie erwartet, wurde gestern der Vomper Bürgermeister Karl-Josef Schubert vom Vorstand einstimmig als Nachfolger von Präsident Ernst Schöpf vorgeschlagen. Offiziell erfolgt die Wahl am 19. September beim Gemeindetag in Zirl. Ins Präsidium sollen als VizepräsidentInnen Daniela Kampfl (Mils bei Hall) und Florian Klotz (Holzgau) aufrücken. Der Zirler Bürgermeister Thomas Öfner (SPÖ) bleibt weiterhin Stellvertreter

Der Vorstand schlägt zugleich eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge der Gemeinden im heurigen und im kommenden Jahr um 1,2 Millionen Euro vor. Schließlich ist der Gemeindeverband aktuell mit Haftungen von 2,9 Mio. Euro konfrontiert, weitere Millionen-Forderungen stehen im Raum. In einem Schreiben an alle BürgermeisterInnen und Gemeinderäte im Land appelliert Gemeindereferent und Landeshauptmann Anton Mattle (VP), diesem Vorschlag zuzustimmen. „Das Land Tirol braucht auch weiterhin einen funktionierenden und handlungsfähigen Gemeindeverband“, so Mattle.