„Gierflation“ statt Inflation: Sind Unternehmer schuld an der Teuerung?
Die Inflation hält sich hartnäckig in Österreich. Sollte sie lieber „Gierflation“ heißen? Verlangen Unternehmen zu hohe Preise?
Innsbruck, Wien – Im August lag die Inflation in Österreich bei 7,5 Prozent. Im Vergleich zum Juli stieg die Inflationsrate um 0,4 Prozent an. Damit lag Österreich um gut 2 Punkte über der Teuerungsrate im Euroraum. Diese lag laut Eurostat bei 5,3 Prozent.
Sind die Unternehmer schuld an den hohen Preisen?
Sogar die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde klagte kürzlich über die „Gierflation“. Die Unternehmen hätten „den Vorteil genutzt, die höheren Kosten auf die Kunden abzuwälzen“. Und einige von ihnen hätten die Preise über den bloßen Kostendruck hinaus erhöht. Doch für den Ökonom Marcell Göttert (Agenda Austria) ist es „wenig plausibel, dass alle Unternehmer in Europa gleichzeitig gierig werden. Logischer erscheint, dass die boomende Nachfrage der letzten Jahre und das hinterherhinkende Angebot die Unternehmer in die Lage versetzt haben, höhere Preise am Markt unterzubringen“.
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