Tod vor 125 Jahren

„Flirt mit dem Tod“: Attentat auf Kaiserin Sisi jährt sich zum 125. Mal

Kaiserin Elisabeth von Österreich wurde am 10. September 1898 von dem italienischen Anarchisten Luigi Lucheni erstochen.
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Der Anarchist Luigi Lucheni hasste die Aristokraten. Er war entschlossen, durch eine mörderische Tat in die Geschichte einzugehen. Die Kaiserin von Österreich war sein Zufallsopfer.

Genf – In den Tagen vor dem Attentat machte die Kaiserin hoch über dem Genfer See ihre berüchtigten stundenlangen Gewaltmärsche. Später gönnte sie sich einen Besuch beim befreundeten Bankier Rothschild und kaufte in Genf einen Musikautomaten. Dann geschah die Tragödie. Der Anarchist Luigi Lucheni stürzte sich am Ufer des Sees auf die 60-Jährige und rammte ihr eine Feile in die Brust. Eine Stunde später wurde Kaiserin Elisabeth von Österreich für tot erklärt. Vor 125 Jahren schockte der Tod von Sisi am 10. September die Welt. „Im Umfeld des Kaisers wurde sogar eine militärische Strafexpedition gegen die Schweiz erwogen, aber Franz Joseph wiegelte ab“, sagt der Schweizer Autor und Historiker Michael van Orsouw.