Ryder Cup in Rom

Niederlage für Straka, aber Team Europa auf Siegkurs

Für Sepp Straka lief es diesmal nicht nach Wunsch.
© GEORG HOCHMUTH

Zweites Spiel, erste Niederlage: Sepp Straka ist am Tag nach seinem Debütsieg beim Ryder Cup von der Erfolgsstraße abgekommen.

Rom – Zweites Spiel, erste Niederlage: Sepp Straka ist am Tag nach seinem Debütsieg beim Ryder Cup von der Erfolgsstraße abgekommen. Das mit dem Iren Shane Lowry am Freitag noch erfolgreiche Gespann unterlag am Samstag Max Homa und Brian Harman. Das US-Duo behielt im Foursome mit 4&2 die Oberhand und fixierte den ersten Matchsieg des Titelverteidigers. Der steht im Golf-Kontinentalvergleich nahe Rom vor dem Schlusstag mit dem Rücken zur Wand, Europa führt deutlich mit 10,5:5,5.

Straka/Lowry hatten am Freitag im Marco Simone Golf & Country Club mit einem Erfolg über Rickie Fowler/Collin Morikawa (2&1) für positive Schlagzeilen gesorgt. Auch deshalb stellte Teamkapitän Luke Donald die beiden wieder gemeinsam auf. An ihre Leistung vom Vortag konnten sie aber bei neuerlich großer Hitze nicht anschließen. Und Homa/Harman waren als Gegner deutlich besser in Fahrt, schon am 16. Loch machten sie den Sack vorzeitig zu.

Am Nachmittag im ersten Fourballs-Duell lief es nicht mehr nach Wunsch, gab es gegen Sam Burns/Morikawa eine Niederlage. Auch Fleetwood/Nicolai Höjgaard konnten gegen Homa/Harman nicht punkten, wie in einem packenden Finish zum Abschluss auf der 18 auch Matt Fitzpatrick/McIlroy im Aufeinandertreffen mit Cantlay/Wyndham Clark. Damit schrieben für Europa in der zweiten Session nur Justin Rose/Robert MacIntyre (gegen Thomas/Spieth) voll an.

Cantlay spielte als einziger Akteur ohne Kappe, laut einem Medienbericht als Protest, weil die Spieler beim Ryder Cup gratis spielen müssen. Für Hunderte europäische Fans war das ein gefundenes Fressen, sie sangen „Patrick, Patrick - wo ist deine Kappe?“ und schwenkten eine solche selbst in der Luft. Straka wurde wie am Freitag für den Fourballs-Bewerb nicht nominiert. Eines der zwölf abschließenden Einzel am Sonntag wird damit sein dritter und letzter Auftritt bei der 44. Auflage des prestigeträchtigen Events sein.

Die Europäer benötigen 14,5 Punkte, also etwa noch vier Siege, um das krankheitsbedingt geschwächte US-Team zu entthronen. Bei einem Unentschieden würde der Pokal in den Händen des Teams von Zach Johnson bleiben. Am zweiten Tag gab es ein totes Rennen, beide Teams holten vier Punkte. An der Ausgangssituation hat sich damit nichts geändert. (APA)

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