Ansuchen von Diskonter

Gemeinde Rietz hadert mit der Wirtschafts-Förderung

Die große Zweigniederlassung eines Lebensmittelhändlers in Rietz strebt eine Grundstücksvereinigung an. Wirtschaftsförderung inklusive.
© Parth

Rietz – Bürgermeisterliste und Opposition in Rietz hatten ein Ansuchen einer örtlichen Zweigniederlassung eines großen Lebensmitteldiskonters am Tisch liegen. Aus „betriebsinternen Gründen“ und wegen „Umstrukturierungen“, die nicht näher bekannt wurden, strebt der Großhändler eine Grundstücksvereinigung an. Dabei handelt es sich um eine Fläche von drei Hektar, für die am Ende ein stattlicher Erschließungskostenbeitrag von 177.744 Euro fällig wird.

Bürgermeister Gerhard Krug zeigt auf, dass sich der Diskonter stets als guter Partner der Gemeinde Rietz verhalten habe. Auch habe man gute Erfahrungen mit dem Unternehmen als Arbeitgeber in der Region gemacht. „Ich bin dafür, dass wir pauschal 150.000 Euro geradeaus verlangen sollten. Das ist nur ein Entgegenkommen der Gemeinde. Diese Subvention gewähren wir nur dann, wenn die Grundstücksvereinigung bis zum Jahresende 2023 abgeschlossen ist“, erläutert BM Krug.

Oppositionsführer Gemeindevorstand Stefan Mair zeigt sich verwundert ob der großzügigen Wirtschaftsförderung eines einzelnen Betriebes. „Es kann jeder Betrieb um eine Förderung ansuchen“, stellt Krug klar. Diese hemdsärmelige Vergabe sei ihm zu wenig, so Mair. Er wolle ein Konzept zur Wirtschaftsförderung, von dem auch Klein- und Kleinstunternehmen profitieren können. „Alle Betriebe haben ein Anrecht auf Unterstützung“, sagt Mair. „Für mich ist die Vorgangsweise vertretbar“, ließ BM Krug die Kritik abperlen. Es folgte ein Mehrheitsbeschluss.