Langer Kampf gegen die Maikäfer-Plage in Pfunds
Pfunds – Sie befielen ganze Landstriche, Pfunds war 1997 ein Stück weit „Steppe“, in Prutz entdeckte man 200 Engerlinge pro Quadratmeter, erinnert sich der ehemalige Leiter der Landwirtschaftskammer Andrä Neururer. Maikäfer waren über Jahrhunderte eine Plage für die Bauern.
Heuer feiert eine Initiative ein kurioses „Jubiläum“. Neururer – heute pensioniert – ist Zeitzeuge. 1993 wurde in Tirol, einem Hotspot, mit der biologischen Maikäferbekämpfung gestartet. „Die Chemie hat versagt“, erklärt Professor Hermann Strasser vom Institut für Mikrobiologie an der Universität Innsbruck, der die Initiative vorangetrieben hat.
1994 wurde die „neue“ Technik erstmals in Kramsach angewandt, 1998 im Bezirk Landeck Dabei werden mit einem Pilz überzogene Gerstenkörner maschinell in den Boden eingebracht. Sie „warten“ dort auf den Maikäfer-Engerling, der sich über mehrere Jahre in der Erde entwickelt, infizieren und töten ihn. „1000 Hektar Maikäferbefallsfläche gibt es allein im Bezirk Landeck“, sagt Peter Frank (LK Landeck). Die Klimaerwärmung hat auch Auswirkung auf die Maikäfer-Population. Diese wandern in immer höhere Lagen. (mr)
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