Schulsozialarbeit in Tirol feiert 15-jähriges Jubiläum
Innsbruck – Was 2008 in Imst als Pilotprojekt begann, ist seit 2010 eine fixe Institution in ganz Tirol: die SCHUSO (Schulsozialarbeit). Am Montag wurde im Congress Innsbruck im Rahmen der Jubiläumsfeier die Arbeit der Schulsozialarbeit in Tirol vorgestellt. Dabei waren Soziallandesrätin Eva Pawlata, Bildungslandesrätin Cornelia Hagele, Petra Sansone die Geschäftsführerin der Tiroler Kinder und Jugend GmbH, Silvia Schuhmann, die Fachbereichsleiterin Soziale Arbeit & Schule der Tiroler Kinder und Jugend GmbH sowie Simon Klingseis SCHUSO-Teamleiter für die Bezirke Innsbruck Stadt & Schwaz.
Die SCHUSO (Schulsozialarbeit) fördert und unterstützt Kinder und Jugendliche als niederschwellige Anlaufstelle vor Ort im Lebensraum Schule und schützt sie vor Gewalt und Diskriminierung. Mit Beginn des Schuljahres Anfang September ist das Angebot in insgesamt 30 Tiroler Gemeinden an 80 Schulstandorten in Tirol genehmigt worden.
Fachliches Engagement
Geschäftsführerin Petra Sansone sieht das „langjährige, fachliche Engagement der Schulsozialarbeiter und -arbeiterinnen, die Weiterentwicklung des Konzeptes und Praxis der Schulsozialarbeit in Tirol“ als Grund dafür, „dass trotz anfänglicher Skepsis ein nunmehr landesweiter Ausbau erfolgte.“ Tirolweit sind derzeit aktuell 72 Schulsozialarbeiter*innen aktiv.
Drehscheibe zwischen Schüler*innen, Eltern und Lehrkörper
„Schulsozialarbeit hat nachweisbar positive Effekte für die Schülerinnen und Schüler sowie das gesamte Klassen- und Schulklima. Neben der Familie ist die Schule eine zentrale Lebenswelt für Kinder und Jugendliche. Dort manifestieren sich auch die Auswirkungen familiärer und sozialer Probleme. Die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter greifen diese auf und arbeiten gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern sowie deren Umfeld an einer Lösung“, so Soziallandesrätin Eva Pawlata. Die Berater und Beraterinnen sind an den Schulen von Montag bis Freitag für freiwillige vertrauliche Gespräche geöffnet.
Reges Interesse der Schulverbände
Das Interesse an Schulsozialarbeit wächst zunehmend. Mit den zusätzlichen Fördermitteln in Höhe von 600.000 Euro soll ein kontinuierlicher Ausbau bis 2026 vorgenommen und der Bereich der Schulsozialarbeit weiter gestärkt werden. (TT.com)
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