Geschichten zum Advent, Teil 20

Mehr als ein Sozialmarkt: Der MartiniLaden als Begegnungsort in Landeck

Dietmar Wolf mit dem Dienstagsteam im MartiniLaden: Bernadette, Marianne und Inge (v. l.) nehmen sich Zeit für die KundInnen.
© Schramm

Im Landecker Sozialmarkt haben die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen immer ein offenes Ohr.

Landeck – 13 Jahre gibt es den MartiniLaden in Landeck schon. „Krisen bringen immer neue Kundschaft“, sagt Obmann Dietmar Wolf. Das eine oder andere neue Gesicht sehen die MitarbeiterInnen im Sozialmarkt für Menschen mit geringem Einkommen schon. „Man merkt aber auch, dass die Schwellenangst groß ist, unseren Laden zu betreten.“ In Landeck und Zams kenne man sich eben noch. „Und die Angst, dass man beim Hineingehen gesehen wird und die Nachbarn dann wissen, dass es einem nicht so gut geht, ist immer noch groß.“ Scham und Angst verfliegen schnell nach der herzlichen Begrüßung. „Es ist ja nicht nur ein Geschäft, sondern auch ein Begegnungsort“, sagt Dietmar Wolf.

Für eine Tasse Kaffee und zum Plaudern ist immer Zeit im MartiniLaden. „Wir wollen auch der Einsamkeit entgegenwirken.“ Auch außerhalb der Öffnungszeiten, deshalb veranstaltet der Verein regelmäßig Martini-Treffs mit Vorträgen zu verschiedensten Themen.

Im MartiniLaden sind im Laufe der Jahre echte Freundschaften gewachsen. Nicht nur zwischen den rund 22 Helferinnen, Helfern und Fahrern, die alle ehrenamtlich für das und im Geschäft tätig sind. „Wir kennen die Kundinnen und Kunden beim Namen, von vielen auch die Lebensgeschichte – soweit sie es eben zulassen“, sagt Marianne. Fast von Beginn an hat sie mitgeholfen. „Weil es eine sinnvolle Aufgabe ist und ich es gern tu’.“

Der Verein wird nicht nur mit Lebensmittelspenden von örtlichen Geschäften unterstützt. Auch Pfarrgemeinden und Schulen tragen mit Sammlungen dazu bei, dass das Lager immer voll ist. (smo)

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