Für Tiroler Odor geht es vom EM-Podest zurück in den Weltcup
Eisschnellläufer Gabriel Odor fährt nach dem EM-Silber-Coup mit viel Selbstvertrauen nach Salt Lake City. Vanessa Herzog ist hier „zuhause“.
Salt Lake City – Im legendären Thialf-Eisstadion von Heerenveen konnte sich Gabriel Odor kaum mehr bremsen: „Es ist genial, die Emotionen sind unglaublich, ich bin so happy und stolz!“ Kurz zuvor hatte der Tiroler Eisschnellläufer mit EM-Silber in den Niederlanden Historisches geschafft, es war der Ritterschlag für den 23-jährigen Grinzener. Nun kehrt Odor heute wieder in den Weltcup zurück, drei Wochen nach dem Erfolg im Massenstart warten die Bewerbe in Salt Lake City (USA).
Zumindest ein kleines Heim-Rennen für den Ex-Junioren-Weltmeister, wanderte er doch vor zwei Jahren von Tirol ins kanadische Calgary aus. „Es war eine Riesenumstellung, aber für seinen Traum muss man Kompromisse eingehen. Es war die große Chance, die ich immer wollte“, sagte Odor, der unweit der Olympia-Eishalle der Winterspiele von 1988 lebt.
Ebendort wartet mit der Weltmeisterschaft (15. bis 18. Februar) das große Highlight der Saison quasi vor der Haustüre. „Die Motivation ist nach der EM überdrüber. Jetzt heißt es gut trainieren, steht doch bald die Weltmeisterschaft an“, so Odor.
Dort wird die Konkurrenz internationaler sein als noch bei der Europameisterschaft, wo neben Odor auch die Tirolerin Vanessa Herzog mit zwei EM-Bronzenen (500 Meter, 1000 m) glänzte. Für die Ex-Weltmeisterin und österreichische Sportlerin des Jahres 2019 soll der US-Weltcup im Olympia-Ort Salt Lake City wie ein Heimspiel sein, trainiert Herzog doch nun seit Kurzem exklusiv mit dem US-Team mit. „Die Bedingungen hier vor Ort sind optimal und Salt Lake City zählt definitiv zu meinen Lieblingsbahnen. Die Zusammenarbeit mit dem US-Team rund um Olympiasiegerin Erin Jackson läuft perfekt und beide Seiten haben das Gefühl, davon zu profitieren“, erklärte die 28-jährige in Kärnten lebende Innsbruckerin.
In Salt Lake City soll ihr der nächste Schritt nach vorne gelingen, auch bei ihr steht die WM in Kanada im Fokus. „Unser Formaufbau war darauf abgestimmt, wir befinden uns auf einem guten Weg“, ergänzte Herzog. In den USA sind gleich vier Starts geplant, jeweils zweimal über 500 und 1000 m. Danach wird Herzog pausieren und bis zur WM in Salt Lake City trainieren.
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