Nahost-Konflikt

New York Times berichtet über Fortschritte in Verhandlungen über Waffenruhe

Menschen demonstrieren am Samstag in Paris für Frieden und Gerechtigkeit inmitten des Krieges zwischen Israel und der Hamas.
© THOMAS SAMSON

Berichten der New York Times zufolge gibt es Hoffnung bei den Verhandlungen um eine Waffenruhe im Nahost-Konflikt. Auch über die Freilassung von Hamas-Geiseln wird gesprochen.

New York – In die Verhandlungen um eine Feuerpause im Gaza-Krieg und die Freilassung von Geiseln aus der Gewalt der Hamas kommt offenbar Bewegung. Die New York Times berichtete am Samstag, dass sich die Unterhändler unter Führung der USA einer Vereinbarung näherten, welche die Freilassung von mehr als hundert Hamas-Geiseln vorsehe. Im Gegenzug soll Israel demnach seinen Militäreinsatz im Gazastreifen für rund zwei Monate aussetzen.

Wie die US-Zeitung unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter weiter berichtete, soll der Entwurf für ein solches Abkommen am Sonntag in Paris diskutiert werden. In der französischen Hauptstadt ist ein Treffen des Chefs des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, William Burns, mit seinen israelischen und ägyptischen Kollegen sowie dem katarischen Regierungschef Mohammed bin Abdelrahman al-Thani geplant, wie AFP aus Sicherheitskreisen erfuhr.

Geiselaustausch erfolgte bereits im November

Ende November waren im Zuge einer von Katar, Ägypten und den USA vermittelten einwöchigen humanitären Feuerpause 105 Hamas-Geiseln im Gegenzug für 240 in Israel inhaftierte Palästinenser freigekommen. Nach Angaben der israelischen Behörden sind 132 Geiseln noch immer in der Gewalt der Hamas, 28 von ihnen sollen tot sein.

Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hatte bei ihrem brutalen Großangriff auf Israel am 7. Oktober nach israelischen Angaben etwa 1140 Menschen getötet und rund 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Israel geht seither massiv militärisch im Gazastreifen vor, erklärtes Ziel ist die Zerstörung der Hamas. Nach jüngsten Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden dort seither mehr als 26.400 Menschen getötet. (APA, AFP)

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