Neue Ausstellungen 2024

Jahresprogramm vorgestellt: Schloss Ambras wird barrierefrei

Mit Frühsommer soll das Innsbrucker Schloss Ambras endgültig für alle barrierefrei zugänglich sein. Die Sonderschau startet am 20. Juni.
© KHM-Museumsverband

Der KHM-Museumsverband startet ins 2024 ‒ mit einer Rekordbilanz und den Vorschauen aus Wien und der Außenstelle Innsbruck.

Innsbruck, Wien ‒ Es war das letzte Mal, dass Generaldirektorin Sabine Haag in Wien das Jahresprogramm für das Kunsthistorische Museum (KHM) vorstellte. Am Montag sogar gemeinsam mit einer Rekordbilanz: 2023 war das wirtschaftlich erfolgreichste Jahr für den KHM-Verband, der Gesamterlös liegt bei 17,2 Mio. Euro. Ob Jonathan Fine, diesen Erfolgskurs weiterfahren kann, zeigt sich ab 2025. Dann übernimmt der Noch-Direktor am Welt Museum, die Leitung des KHM-Verbandes. Er wird also auch dem Tiroler Schloss Ambras vorstehen.

Der Museumsverband, dem neben dem Kunsthistorischen Museum in Wien und dem Schloss Ambras in Innsbruck auch das Theatermuseum Wien, die Kaiserliche Wagenburg, die Kaiserliche Schatzkammer und der Theseustempel Wien angehören, zählte 2023 1,7 Mio. BesucherInnen. Das bedeutet ein Plus von 25 Prozent im Vergleich zum Jahr davor und das Anknüpfen an die Vor-Corona-Zeit, hieß es am Montag aus dem Kunsthistorischen Museum.

Die Sonderschau "Schauen erlaubt?" blickt ab Juni auf Menschendarstellungen und die Neugier auf körperliche Unterschiede. Zu sehen u.a. Enrico Gonsalvus "Sohn des 'Haarmannes'".
© KHM-Museumverband

In Innsbruck gab Schloss-Ambras-Direktorin Veronika Sandbichler ihr Jahresprogramm bereits bekannt – gemeinsam mit der Ankündigung, dass das Schloss im Frühsommer endgültig für alle BesucherInnen barrierefrei begehbar sein soll. Seit November wird am Hochschloss und dem historischen Liftschacht gebaut. Zum Thema Diversität soll auch die diesjährige Sonderausstellung (ab 20. Juni) „Schauen erlaubt? Vielfalt Mensch“ passen, die die Darstellung unterschiedlichster Menschen vom 16. bis zum 18 Jahrhundert untersucht und dabei auch das Interesse an körperlichen Unterschieden in den Fokus rückt.

Publikumsmagnet Rembrandt

In Wien begeht das KHM das neue Jahr mit „Prunk und Prägung“, die die Rolle der Hofkünstler ab 1500 untersucht. Ein vorprogrammierter Publikumsmagnet wird die große Abschiedsschau für die Generaldirektorin: "Es ist ‒ man höre und staune ‒ die erste Ausstellung, die das Kunsthistorische Museum Rembrandt widmen wird." Unter dem Titel "Rembrandt ‒ Hoogstraten" (ab 8. Oktober) steht neben dem holländischen Barockmeister des 17. Jahrhunderts, von dem das KHM sechs Gemälde besitzt, auch sein Schüler Samuel van Hoogstraten so stark wie noch nie im Rampenlicht. Besonderes Augenmerk soll darauf gelegt werden, wie mit Mitteln der Farbe Räumlichkeit und "virtuelle Realitäten" entstehen. Rund 60 Werke werden gezeigt, wobei mit zahlreichen internationalen Museen kooperiert wird. Dass man mit Besucherstürmen rechnet, zeigt allein schon der Umstand, dass der Kartenverkauf bereits mit 1. Februar startet. (TT, APA)

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