„Weer matschgert“ am Wochenende mit großem Muller-Umzug
Weer – Sie sind wieder unterwegs. Die Krawitler, Hexen, Bären oder die Klötzler. Am Wochenende feiern die „Weerer Muller“ mit „Weer matschgert“ ihr 50-jähriges Bestehen zusammen mit der Musikkapelle. Diese gibt es schon 100 Jahre. Nach vier Jahren Pause findet am Sonntag wieder ein Umzug statt. Hannes Unterlechner ist seit 18 Jahren Obmann der Brauchtumsgruppe „Mädchen für alles“. „Die Kostüme und Hüte machen alle selber“, sagt Unterlechner. Gerade das „Schellerschlagen“ habe eine lange Tradition in Weer, „es geht auf das 17. Jahrhundert zurück“.
Die Vorarbeiten auf die Fasnacht laufen das ganze Jahr. Die rund 100 Mitglieder nähen die Gewänder, lassen Masken schnitzen oder ordnen Pfauenfedern auf den Hüten. 45 Kinder sind ebenfalls bei den „Weerer Mullern“. „Der Jüngste ist vier Jahre alt, Max geht als ‚Zaggeler‘.“
Nicht nur Einheimische, auch Neo-Weerer oder „Zuag’roaste“ sind in der Brauchtumsgruppe gern gesehen. „Das hat man in sich“, sagt Unterlechner. „Da wird man fanatisch.“
Nicht dabei sind in der Weerer Fasnacht die Frauen. „Es ist Brauch, dass Männer sich verkleiden“, sagt der Muller-Obmann. Er ist sich sicher: „Das ist den Frauen egal.“
Weiberfasnacht in Imst
Die Schwazer Faschingsgilde dagegen hat ihre Weiberfasnacht schon veranstaltet. Die 10. Imster Weiberfasnacht findet am Unsinnigen Donnerstag statt. Rund 150 Mädchen und Frauen sind schon in den Vorbereitungen, Proben und Planungen für ihren Auftritt am 8. Februar. (ver)
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