Maßnahme gegen Stau

Testbeginn am Samstag: Dosierampel auf Achenseestraße wird aufgestellt

Der Stau an den Hauptreisetagen zieht sich mitunter vom Brettfalltunnel im Zillertal bis zu den Gemeinden am Achensee.
© Dähling (2)

Die erste Testwoche des Ampel-Dosiersystems auf der Achenseestraße läuft vom 10. bis zum 17. Februar, die zweite vom 23. bis zum 30. März. An starken Reisetagen soll das Pilotprojekt die Verkehrsbelastung im Achental verringern sowie erste Daten für langfristige Maßnahmen generieren.

Achenkirch – Eine Verkehrsdosierampel auf der Achenseestraße (B181) könnte das stetig wiederkehrende Stauproblem in der Achenseeregion lösen. Wie das Land Tirol in einer Aussendung am Donnerstag mitteilte, soll das Pilotprojekt zunächst in zwei unterschiedlichen Testwochen gestartet werden. Die ersten sogenannten „Dosiertage" in der Gemeinde Achenkirch laufen vom 10. bis zum 17. Februar 2024. Die zweite Testphase läuft von 23. bis 30. März 2024.

Mithilfe der Testwochen sollen Daten gewonnen und ausgewertet werden, um auf deren Grundlage langfristig Maßnahmen gegen die Staubildung an den Hauptreisetagen entwickeln zu können, die vor allem in der Wintersaison in der Region für massive Verkehrsprobleme sorgen.

Laut Angaben des Landes passieren an besonders verkehrsintensiven Wochenenden bis zu 16.500 Fahrzeuge täglich die Straße. Die Verkehrsdosierampel soll nun neben den bereits etablierten Abfahrverboten als weitere Verkehrsmaßnahme die Belastung der Bevölkerung entlang dieser Route reduzieren sowie lange Wartezeiten nach Möglichkeiten verkürzen.

„Verkehrsflüssigkeit verbessern"

„Mit dem System möchten wir, ähnlich wie bei den vielen weiteren in Tirol eingesetzten Verkehrsdosierampeln, den Verkehr entlang der Achenseestraße regulieren und damit die Verkehrsflüssigkeit verbessern. Dies kommt nicht nur der lokalen Bevölkerung, sondern auch den Durchfahrenden zugute“, erklärt der Bezirkshauptmann von Schwaz, Michael Brandl in der Aussendung.

Konkret wird die Verkehrsdosierampel den Verkehr in Fahrtrichtung Süden gestaffelt anhalten, um einen weitgehend störungsfreien Verkehrsablauf im Achental zu gewährleisten. Je nach Menge der Fahrzeuge, die Richtung Süden unterwegs sind, werden die Grün- bzw. Rotphasen der Ampel angepasst. Kommt es zu einem größer werdenden Rückstau, erfolgt manuell eine Verkürzung der Rotphasen, um mehr Fahrzeuge durchzulassen. Gleichzeitig werden im Rahmen des Pilotprojektes die bereits etablierten Abfahrverbote an der L 7 Jenbacher Straße, der B 169 Zillertalstraße, der B 171 Tiroler Straße sowie der L 294 Brucker Straße weiterhin genutzt.

Verkehrsdosierampel Achenseestraße

Wann: 10. bis 17 Februar sowie 23. bis 30. März 2024, jeweils von 8 bis 19 Uhr

Wo: Für die ersten beiden Samstage des Pilotprojektes wird die Verkehrsdosierampel in der Ausiedlung im Gemeindegebiet von Achenkirch aufgestellt. Mit der gewählten Position nördlich der Zufahrt zur Ausiedlung (km 26,55) ist die Ampel rund sieben Kilometer von der Staatsgrenze entfernt.

Appell für Durchfahrende

Das Verkehrskonzept der Verkehrsdosierampel ist Ergebnis einer länderübergreifenden Zusammenarbeit der Bezirkshauptmannschaft Schwaz, der Euroegio SBM-Partner sowie der Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach.

In der Mitteilung appellieren alle Projektpartner an die AutofahrerInnen, die aus Deutschland in Richtung Tirol unterwegs sind, generell die verkehrsbelastete Ausweichroute über die Achenseestraße zu meiden und stattdessen die Inntalautobahn A12 über Kufstein zu nutzen. (TT.com)

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