Aufwendungen gestiegen

Heimische Bauernvertreter fordern höheren Milchpreis

Heumilch verzeichnet mit minus 13 Cent/kg den stärksten Preisrückgang. Die Lieferanten erhielten im Durchschnitt 50,05 Cent/kg.
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Wien – Die Landwirtschaftskammer (LKÖ) beklagt, dass die Aufwendungen für die heimischen Milchbauern durch die hohe Inflation extrem angestiegen seien, während der Preis für die Milch im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich gesunken ist.

So lag der Erzeugermilchpreis für Rohmilch im Februar laut Agrarmarkt Austria (AMA) bei 48,45 Cent/kg (Durchschnitt aller Qualitäten, Milchsorten und Inhaltsstoffe). Im Vergleich zum Vormonat gab es damit einen Rückgang um 0,07 Cent/kg. Im Februar des Vorjahres betrug der Erzeugermilchpreis noch 57,49 Cent/kg (minus 9,04 Cent). „Unsere Bäuerinnen und Bauern brauchen endlich einen höheren Wertschöpfungsanteil am Regalpreis und ein Einkommen zum Auskommen“, betonte LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger in einer Aussendung am Freitag. Die Schieflage könne kein Dauerzustand bleiben, „die Waage muss vielmehr dringend wieder ins Lot gebracht werden“.

Die steigenden Kosten für Treibstoffe, Tiergesundheit und immer höhere Produktionsanforderungen würden verstärkt zu Buche schlagen. „Wir fordern die Molkereien daher mit Nachdruck auf, diese Aufwände auch abzugelten und die Bäuerinnen und Bauern vernünftig zu entlohnen“, unterstrich auch LK-Tirol-Präsident Josef Hechenberger. Österreich punkte mit einer enormen Vielfalt, Qualität und Frische im Milch- und Molkereiproduktebereich. Das sollte auch von den nachgelagerten Bereichen der Milcherzeugung bzw. -verarbeitung und dem Handel wertgeschätzt und abgegolten werden. (TT)