Fehlstarter Bolt: „Habe im Moment nichts zu sagen“

„Sucht ihr nach Tränen? Das wird nicht passieren“, ist eine der wenigen Aussagen Bolts gegenüber den Medien.

Daegu/Südkorea - „Ich habe im Moment nichts zu sagen. Ich brauche etwas Zeit.“ Der wegen Fehlstarts aus dem 100-m-Finale bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Daegu geworfene Jamaikaner Usain Bolt hat sich von seinem Schock noch nicht erfangen.

Nur wenige Zitate wie jenes gegenüber dem Weltverband (IAAF) nach dem verhängnisvollen „Missgeschick“ des Weltrekordlers, Titelverteidigers und Topfavoriten sind ihm bisher für die Öffentlichkeit bestimmt über die Lippen gekommen.

„Sucht ihr nach Tränen? Das wird nicht passieren“, hatte der entthronte Weltmeister am Sonntagabend auf seinem Weg durch die Katakomben und raus aus dem Stadion die Medien wissen lassen.

Ob er seinen 200-m-Titel verteidigen werde? „Das ist Freitag, richtig? Also das werden wir am Freitag sehen.“ Freitag stehen die Vorläufe und das Halbfinale auf dem Programm, Samstag folgt das Finale.

Die 100-m-Staffel-Entscheidung ist als WM-Schlusspunkt am Sonntag angesetzt, auch in dieser Disziplin hat er 2009 Gold gewonnen.

Die neue Regelung wurde von der IAAF mit 1. Jänner 2010 eingeführt, die Athleten sind bereits mit dem ersten Fehlstart draußen. Vorher galt ab 2003, dass erst der zweite Fehlstart und dessen Verursacher geahndet wurde und der erste Frühstarter sich schadlos hielt.

Das hatte manche zu einem bewusst produzierten Fehlstart verleitet, mit diesen taktischen Spielchen sollten Gegner verunsichert werden. Noch älter ist die Regelung, dass Sprinter erst nach ihrem zweiten Fehlstart aus dem Rennen genommen wurden.

„Natürlich ist die IAAF enttäuscht, dass Usain Bolt im 100-m-Finale einen Fehlstart hatte. Aber es ist wichtig, daran zu erinnern, dass die Glaubwürdigkeit des Sportes von ihren Regeln abhängig ist. Und die müssen konsequent und fair für alle Athleten angewandt werden“, teilte die IAAF mit. (APA)


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