SP-Chef Ackerl geht „zu 99 Prozent“ im Jahr 2013

Der oberösterreichische SPÖ-Vorsitzende und Landeshauptmannstellvertreter Ackerl wird „zu 99 Prozent“ im Jahr 2013 Abschied aus der Politik nehmen. Das kündigte er in einem Interview mit den Oberösterreichischen Nachrichten an. Auf die Frage nach einem Nachfolger erklärte der 65-Jährige: „Ich sage, wie es ist: Ich weiß das heute noch nicht.“

Demnach wird Ackerl beim kommenden Parteitag im November noch einmal als Vorsitzender kandidieren. Beim darauffolgenden im Herbst 2013 sollte es aber zu einem Wechsel kommen. „Ich bin überzeugt, dass wir bis dahin eine so gute Crew haben, dass man mich als Führungsorgan nicht mehr braucht“, sagte Ackerl. Das müsse aber einvernehmlich geschehen, deswegen gebe es auch einigen Diskussionsbedarf. Die nächste Landtagswahl in Oberösterreich ist 2015 vorgesehen.

Bisher hatte es von Ackerl geheißen, er mache seine Entscheidung auch von der Nachfolgeregelung an der Spitze der ÖVP abhängig. Deren Landesparteiobmann, Landeshauptmann Pühringer (61), hat zuletzt erklärt: „Ob ich noch einmal antrete, entscheide ich rechtzeitig. Nix is fix.“

Ackerl ist nach der schmerzlichen Niederlage bei der Landtagswahl am 27. September 2009 (minus 13,38 Prozentpunkte auf knapp 25 Prozent) bei einem außerordentlichen Parteitag mit 93,6 Prozent zum Nachfolger des zurückgetretenen Erich Haider gewählt worden. Er hat in der Folge einen Reformprozess eingeleitet.


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