Debütant Vojta gab alles - WM-Halbfinale trotzdem verpasst

26/100 Sekunden fehlten dem Niederösterreicher zum Weiterkommen. Der 22-Jährige lieferte bis zur Zielgerade ein starkes Rennen.

Daegu/Südkorea – 26/100 Sekunden haben Andreas Vojta in Daegu gefehlt, um in das Leichtathletik-WM-Halbfinale über 1.500 m einzuziehen. Zeit, die der 22-jährige Gerasdorfer nach einem guten Rennen auf den letzten hundert Metern liegen gelassen hat. „Ich kann mir nichts vorwerfen, ich habe mein Bestes gegeben, aber auf der Zielgerade haben meine Beine einfach nicht mehr hergegeben. Dass es jetzt um ein paar Zehntel nicht gereicht hat, ist natürlich schade und Pech“, erklärte Votja.

„Letzten Meter waren nicht mehr schön“

Vojta war im dritten der drei Vorläufe am Start, sofort brachte er sich im Weltklassefeld gut in Position und war bis 200 Meter vor dem Ziel immer auf sechs oder sieben zu finden. „Bei der WM musst du vorne mitgehen. Ich habe versucht, den Kontakt zu den Top-Sechs zu halten und in der Spitzengruppe dabei zu sein, das hat halbwegs gut funktioniert.“

Dann versuchte der junge Athlet alles, griff an und musste dazu nach außen. Was gut aussah, kostete bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit aber Kraft und Vojta kam als Zehnter ins Ziel. „Am Ende kann man sagen, das waren die Zehntel, aber ich musste einfach rausgehen. Die letzten Meter waren nicht mehr so schön leider, aber sonst war ich halbwegs dabei. Natürlich wäre ich jetzt glücklicher, wenn ich weiter wäre.“

„Taktisch nichts vorzuwerfen“

Die Vorläufe über diese Distanz sind immer taktische Rennen, nur die Top-Sechs jedes Laufes sowie die sechs weiteren Zeitschnellsten kommen in das 24er-Feld der Vorschlussrunde. In einem schnellen Rennen kann deshalb auch Platz zwölf noch zum Aufstieg reichen. So markierte der Freiluft-EM-Elfte des Vorjahres in Barcelona und U23-EM-Vierte von heuer in Ostrava in 3:41,34 Minuten zwar gesamt die 22.-schnellste Zeit, ist aber dennoch ausgeschieden. „Taktisch kann ich mir nicht viel vorwerfen, auf den letzten Metern ist mir halt die Luft ausgegangen.“

Das Halbfinale hatte sich der Schützling von Wilhelm Lilge als Ziel gesetzt. „Wie man sieht, wäre das nicht unmöglich gewesen.“ Nun heißt es weitertrainieren und besser werden. „Ein Jahr habe ich noch Zeit.“ Für Olympia 2012 in London hat sich Vojta bereits qualifiziert, bis dahin will er seine Bestzeit noch weiter herunterschrauben.

2009 stand Vojtas persönlicher Rekord bei 3:47,25, 2010 verbesserte er sie auf 3:40,79, aktuell steht der Schützling von Wilhelm Lilge bei 3:37,82. „Der Weg stimmt auf jeden Fall. Vielleicht sind nächstes Jahr wieder ein paar Sekunden drinnen. Vielleicht stehe ich nächstes Jahr selber mit der 3:33 oder was da, dann geht es mir vielleicht auf den letzten hundert Metern besser und dann kann ich weiterkommen.“ Zum Saisonausklang wird der Athlet von team2012.at noch einen Straßenlauf in der Schweiz absolvieren. (APA)


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