Kroatien: „Sex-Pfarrer“ schickte Mädchen tausende anzügliche SMS

Die Nachrichten sollen Einladungen zum Sex und Bilder seines Geschlechtsorgans enthalten haben.

Zagreb - Im Sexskandal um einen 61-jährigen Pfarrer aus Dalmatien, der wegen Sex mit zwei Minderjährigen vor Gericht steht, kommen immer mehr Details ans Tageslicht. Der Pfarrer, der geständig ist, schickte an mehrere jungen Frauen Tausende SMS- und MMS-Nachrichten. Im Zeitraum von Oktober 2010 bis Juli 2011 waren es mehr als 22.000, berichtete die Zeitung „Jutarnji list“ am Mittwoch.

Die Nachrichten enthielten demnach Einladungen zum Sex und Bilder seines Geschlechtsorgans. Der Pfarrer soll die sexuellen Dienste mit insgesamt 44.000 Kuna (5.879 Euro) honoriert haben. Laut dem Zeitungsbericht wurde der Pfarrer im Juli auch von Jugendlichen aus dem Ort erpresst. Sie hatten sein Handy gestohlen und ihn wegen des kompromittierenden Materials zur Kasse gebeten. Der Geistliche, der vom Dienst suspendiert wurde, zahlte 10.000 Euro.

Bis zu fünf Jahre Haft drohen

Die Tätigkeiten des Pfarrers waren Ende Juli aufgrund einer anonymen Anzeige aufgeflogen. Vergangene Woche zeigte er sich bezüglich der Vorwürfe gegenüber dem Untersuchungsrichter in Split geständig und sagte aus, die Mädchen hätten von ihm 1.000 Kuna verlangt. Die Ermittlungen ergaben aber, dass der ehemalige Pfarrer manche Mädchen mit Geld lockte, und dass andere wiederum von sich aus Kapital daraus schlugen. Dem Mann drohen wegen Geschlechtsverkehrs aufgrund Missbrauchs des Autoritätsverhältnisses bis zu fünf Jahre Haft. (APA)

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