100 Tote durch Überschwemmungen in Nigeria

Bei Überschwemmungen nach heftigem Regen sind in Nigeria seit dem Wochenende mindestens 100 Menschen ums Leben gekommen. In Eleyele im Südwesten des Landes sei ein Damm gebrochen, mehrere Brücken seien dort in die Tiefe gerissen worden, sagte Umar Mairiga vom nigerianischen Roten Kreuz am Mittwoch.

In der nahe gelegenen Universitätsstadt Ibadan rund 140 Kilometer nördlich der Wirtschaftsmetropole Lagos habe es sieben Stunden lang ununterbrochen geregnet. Viele Menschen seien nach der Überschwemmung ihrer Häuser von Wassermassen mitgerissen worden. Andere hätten noch versucht, sich an Bäumen festzuhalten, sagte Mairiga. Bisher seien 102 Leichen geborgen worden.

In Ibadan sind nach Angaben des Rot-Kreuz-Vertreters zahlreiche Menschen ohne Obdach. Dutzende hätten in einer Schule Zuflucht gefunden, viele seien bei Verwandten und Freunden untergekommen, sagte Mairiga. In der Regenzeit von April bis September kommt es in Nigeria regelmäßig zu Überschwemmungen. Im Vergleich zu den Vorjahren ist der Regen nach Angaben der Behörden in diesem Jahr aber besonders heftig.


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