Größte Bankraubserie in Kriminalgeschichte geklärt

Wien - Dem Landeskriminalamt Wien ist es gelungen, die größte Bankraubserie der österreichischen Kriminalgeschichte zu klären. Die Gruppe Kampner hat zwei Männer ausgeforscht und festgenommen, die von 2004 bis 2011 sage und schreibe 26 Überfälle auf Geldinstitute verübt haben sollen. Die Täter waren dabei mit echten Pistolen bewaffnet.

Ein Verdächtiger, Nuri N., ist am 6. Februar in Berlin festgenommen und am 17. August nach Österreich ausgeliefert worden. Sein Komplize sei „überführt“, sagte Innenministerin Mikl-Leitner.

Von der Beute der Raubserie konnte kein Euro mehr sichergestellt werden. Die Täter haben das gesamte Geld in Bordellen und Spielsalons, aber auch für Suchtmittel ausgegeben, sagte Oberstleutnant Robert Klug vom Landeskriminalamt Wien bei der Pressekonferenz. Wie hoch die Beute insgesamt war, wollte man nicht beantworten.

Wie Klug präzisierte, sitzen beide Verdächtige in Haft. Einer der mutmaßlichen Täter, Vulnet H. (34), Vater einer zweijährigen Tochter, wurde bereits nach einem Überfall 2009 festgenommen. Mit Nuri N. (33) soll er der Polizei zufolge 15 Erste-Banken überfallen haben. Neun weitere Delikte beging N. alleine. Zwei Filialen hat N. mit anderen Komplizen überfallen, so Klug.

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„Nach zwei bis drei Überfällen war klar, dass es sich um Serientäter handelt“, betonte Klug. Bei den Inhaftierten handelt es sich um Mazedonier, die sich zuletzt hauptsächlich in Österreich aufgehalten haben.

Das Duo wird sich auch wegen versuchten Mordes verantworten müssen, sagte die Polizei. Bei einem Coup am 20. September 2006 im Wiener Bezirk Mariahilf hatten die Männer aus dem Fluchtwagen auf einen sie verfolgenden Radfahrer geschossen. Die Kugeln verfehlten den Radler knapp und durchschlugen einen geparkten Pkw.

Die beiden Täter hatten sich bei ihrer Raubserie auf Filialen der Erste Bank spezialisiert. „Sie dachten wegen des Namens, dass es sich um die größte Bank handelt“, wurde bei der Pressekonferenz in Wien berichtet.


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