NATO-Angriffe bis zum Gaddafi-Sturz

Die NATO wird ihre Luftangriffe in Libyen fortsetzen. „Wir haben uns auf die Fortsetzung des NATO-Einsatzes geeinigt, solange Gaddafi und seine Anhänger eine Gefahr für Libyen sind“, sagte Frankreichs Präsident Sarkozy am Donnerstag bei der Libyen-Konferenz. Auch NATO-Generalsekretär Rasmussen erklärte, der Einsatz werde solange weiter gehen, wie es eine Bedrohung für die Zivilbevölkerung gebe.

Brasilien dagegen kritisierte die NATO-Luftangriffe in Libyen als Verstoß gegen das UNO-Mandat. Brasilien hatte sich im März ebenso wie Indien, Russland, China und Deutschland bei der Abstimmung im UNO-Sicherheitsrat über ein militärisches Eingreifen in Libyen enthalten.

Die internationale Staatengemeinschaft sagte zudem der libyschen Übergangsregierung Hilfe beim Wiederaufbau des Landes zu. Wir setzen uns dafür ein, dass die eingefrorenen libyschen Guthaben zur Verfügung gestellt werden“, sagte Frankreichs Präsident Sarkozy zum Abschluss der internationalen Libyen-Konferenz am Donnerstag in Paris. „Das von Herrn Gaddafi hinterzogene Geld muss dem libyschen Volk zurückgegeben werden“, fügte er hinzu.

Der untergetauchte libysche Diktator Gaddafi hat sich indes Fernsehberichten zufolge am Donnerstagabend erneut zu Wort gemeldet. Wie der arabische Nachrichtensender Al-Jazeera in der Nacht berichtete, strahlte der syrische Sender Al Rai TV eine zweite Audiobotschaft binnen weniger Stunden aus. Darin habe sich der Despot erneut kämpferisch gezeigt.

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„Wir werden in jedem Tal, in jeder Straße, in jeder Oase und jeder Stadt kämpfen“, habe Gaddafi mit Blick auf die Stämme in seiner Geburtsstadt Sirte und der Wüstenstadt Bani Walid gesagt. „Die imperialistischen Mächte“ wollten das libysche Volk unterjochen und sich seiner Bodenschätze bemächtigen. „Wir streben lieber als uns unter westliche Kontrolle zwingen zu lassen“, zitierte Al-Jazeera Gaddafi.


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