Griechenland-Gespräche mit der EU ruhen für zehn Tage

Der Fall Griechenland ist erst in knapp zwei Wochen wieder Thema für die EU. Griechenland schlittert indes tiefer in die Kriese.

Brüssel – Die Gespräche Griechenlands mit der Europäischen Union, dem Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank über die Auszahlung der nächsten Kredittranche aus dem Rettungsschirm ruhen für zehn Tage. Wie ein Vertreter des griechischen Finanzministeriums am Freitag sagte, sei die erste Runde der Beratungen abgeschlossen.

Die Inspektoren der EU, des IWF und der EZB würden in gut einer Woche nach Griechenland zurückkehren und den Haushaltsplan für 2012 unter die Lupe nehmen. „Die Gespräche stocken nicht“, erklärte ein Ministeriumsvertreter. „Das ist alles Unsinn“, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa am Freitag. Die Kontrolleure seien zwar abgereist, sie würden aber in zehn Tagen wiederkommen. Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos wolle sich dazu gegen Mittag auf einer Pressekonferenz äußern, hieß es.

„Das ist alles Unsinn“, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa am Freitag. Die Kontrolleure seien zwar abgereist, sie würden aber in zehn Tagen wiederkommen. Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos wolle sich dazu gegen Mittag auf einer Pressekonferenz äußern, hieß es.

Zuvor hatte es von griechischer Seite aber auch keine Signale gegeben, dass es eine Pause für die Beratungen über das Anpassungsprogramm geben sollte. Das Finanzministerium kündigte eine Pressekonferenz für 11 Uhr an.

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Zuletzt war festgestellt worden, dass Griechenland wegen der schrumpfenden Wirtschaft und sinkender Steuereinnahmen die von EU und IWF gesetzten Sparziele verfehlen könnte. Wenn sich die Finanzen des schuldengeplagten Landes so weiterentwickelten, drohe in diesem Jahr ein Haushaltsdefizit von etwa 8,8 Prozent. Damit würde Griechenland das gesetzte Ziel verfehlen, das Defizit auf 7,5 bis 7,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu drücken. Dann wären neue Maßnahmen nötig.


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