21 Tote bei Kämpfen in Somalia

Bei Kämpfen an der Grenze zwischen Somalia und der selbst proklamierten autonomen Region Puntland im Nordosten sind am Donnerstag und Freita...

Bei Kämpfen an der Grenze zwischen Somalia und der selbst proklamierten autonomen Region Puntland im Nordosten sind am Donnerstag und Freitag mindestens 21 Menschen getötet worden. Zu den Gefechten kam es nach Angaben des Innenministeriums von Puntland, als Soldaten der autonomen Region in der Stadt Galkayo nach bewaffneten Männern mit Verbindungen zur islamistischen Al-Shabaab-Miliz suchten. Bei den meisten Toten soll es sich demnach um islamistische Rebellen handeln.

Auch in der somalischen Hauptstadt Mogadischu kommt es immer wieder zu Gefechten zwischen Al-Shabaab-Kämpfern und regierungstreuen Truppen, die von Soldaten der Afrikanischen Union (AU) unterstützt werden. Am Freitag wurde dort nach AU-Angaben ein Journalist aus Malaysia getötet und ein anderer schwer verletzt. Möglicherweise waren die Reporter bei Gefechten zwischen Rebellen und Soldaten der AU-Mission in Somalia (AMISOM) zwischen die Fronten geraten.

Unterdessen liefen in Mogadischu die Vorbereitungen für eine dreitägige Konferenz, zu der am Sonntag Vertreter der somalischen Übergangsregierung und Mitglieder der Führungen von Puntland und anderer halbautonomer Gebiete erwartet werden. Auf der von der UNO unterstützten Tagung wird es unter anderem um eine Bilanz der seit sieben Jahren amtierenden Übergangsregierung gehen, um Aussöhnung zwischen den Konfliktparteien und die Abhaltung von Wahlen. Der UN-Sondergesandte für Somalia, Augustine Mahiga, sagte, der derzeitige Zustand sei „unhaltbar“. Es müsse einen „Wechsel“ geben.


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