Fernpass löste die Tauernautobahn als staureichste Strecke ab

15 Prozent aller auf Österreichs Straßen gezählten Staus betrafen in diesem Sommer die Fernpass Straße (B179). Insgesamt sank die Zahl der Staus.

Reutte, Wien - Deutlich weniger Staus als im Vorjahr hat der ÖAMTC im Sommerreiseverkehr 2011 registriert. Der Rückgang beträgt mit 406 gezählten Staus fast ein Viertel gegenüber dem Jahr 2010 - gezählt wurde ab einer Länge von 1,5 Kilometern und einer Verzögerung von mehr als 15 Minuten. Das berichtete der Autofahrerclub am Sonntag. Das stärkste Verkehrsaufkommen gab es am letzten Juliwochenende.

„Einer der Hauptgründe für den starken Rückgang war die zweite Röhre des Tauerntunnels. Wurden im Jahr 2010 noch fast zehn Prozent aller Staus im Reiseverkehr hier verzeichnet, waren es 2011 weniger als zwei Prozent“, erklärte Helmut Beigl, Verkehrsexperte des ÖAMTC.

Ähnlich wie in den vergangenen Jahren war auch 2011 der Ferienbeginn in Bayern Auslöser einer wahren Verkehrslawine. Standen im Vorjahr die Blechkolonnen vor dem Tauerntunnel (A10), war heuer der Knoten Villach das Nadelöhr. Eine Blockabfertigung vor dem Oswaldibergtunnel führte zu einem 30 Kilometer langen Stau. Die Kolonne reichte laut ÖAMTC bis Gmünd zurück, die Reisenden benötigten an die sechs Stunden für die etwa 60 Kilometer lange Strecke.

15 Prozent aller Staus

Erstmals war 2011 nicht die Tauernautobahn (A10) die staureichste Straße – der Anteil der Staus auf der A10 ging von fast 18 Prozent auf knapp über elf Prozent zurück –, sondern die Fernpass Straße (B179), auf der an die 15 Prozent aller Staus verzeichnet wurden. Die Ränge drei und vier gingen mit jeweils rund 8,5 Prozent an die Südautobahn (A2) und die Westautobahn (A1).

Beigl zufolge waren auch dieses Jahr Unfälle die häufigste Ursache für Staus, gefolgt von Verkehrsüberlastung und Baustellen. „Der Anteil der durch Verkehrsunfälle und Überlastung verursachten Staus ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen, während baustellenbedingte Staus stark zurückgegangen sind.“


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