Mexikanischer „Krieg der Welten“ mit ernsten Konsequenzen

Der Fall klingt kurios und ist für zwei Mexikaner viel mehr als das: Eine von ihnen verbreitete Fehlmeldung könnte 30 Jahre Gefängnis zur Folge haben.

© Screenshot twitter.com

Mexiko-Stadt – Zwei Mexikanern droht die bislang womöglich härteste Strafe wegen Twitter-Meldungen: Die Behörden werfen ihnen vor, in der Stadt Veracruz über das soziale Netzwerk Panik und Chaos verbreitet zu haben. Falschmeldungen über eine Geiselnahme am 25. August hätten dazu in der Stadt geführt, in der wegen eines erbarmungslosen Bandenkriegs die Nerven ohnehin blank lagen.

Der Innenminister des Staates Veracruz, Gerardo Buganza, verglich die Ereignisse mit der Panik, die Orson Welles 1938 mit seiner Rundfunksendung „Krieg der Welten“ ausgelöst hatte.

„Das war wenig im Vergleich zu dem, was hier passierte“, sagte er. „Wir hatten hier 26 Autounfälle, Leute ließen ihre Autos mitten auf der Straße stehen, um ihre Schulkinder zu holen.“

Den beiden werde Terrorismus und Sabotage vorgeworfen, die Höchststrafe wären 30 Jahre Gefängnis. (AP)

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