USA sehen Israel zunehmend isoliert im Nahen Osten

US-Verteidigungsminister Leon Panetta hat Israel vor zunehmender Isolation in der Region gewarnt.

Washington, Jerusalem - Nach den Umstürzen in verschiedenen arabischen Ländern ist Israel nach Ansicht der USA „zunehmend isoliert“. Die Regierung in Israel müsse ihre Beziehungen zu Ägypten und anderen Staaten der Region unbedingt wieder verbessern, sagte US-Verteidigungsminister Leon Panetta am Montag auf dem Flug in die Nahost-Region. Militärische Stärke könne eine geschwächte diplomatische Position nicht kompensieren.

„Es steht außer Frage, dass sie die militärische Stärke behalten haben“, sagte Panetta im Hinblick auf Israels Armee. „Die Frage ist aber, ob es ausreicht, militärisch stark zu sein, wenn man sich diplomatisch selbst isoliert.“ Es sei angesichts der vielen Veränderungen in der Region nicht gut für Israel, wenn es zunehmend isoliert werde, sagte der US-Verteidigungsminister weiter. „Aber genau das geschieht zur Zeit.“

Panetta will am Montag mit der Regierung in Israel und den Palästinensern sprechen. Anschließend reist er weiter nach Ägypten. Der Nahost-Friedensprozess steht derzeit vor einer möglicherweise entscheidenden Phase.

Nach der Einbringung eines Antrags der Palästinenser auf Anerkennung eines eigenen Staates durch die UNO hatte das Nahost-Quartett aus Vereinten Nationen, Europäischer Union, USA und Russland vor gut einer Woche einen Zeitplan für neue Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern vorgelegt. Demnach sollen die beiden Seiten bis Ende 2012 ein Friedensabkommen schließen. (dapd/AFP/APA)

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