Ex-Freund bedrohte Unterländerin und legte Feuer bei ihren Eltern

Der Unterländer hoffte, seine Ex-Freundin nach einem Feuer im Elternhaus in ihrem Kummer trösten zu können. Doch die Brandlegung schlug fehl.

Westendorf – Als beharrliche Verfolgung oder Stalking könnte man wohl jenes Verhalten bezeichnen, dass ein 33-jähriger Unterländer seit über einem Jahr an den Tag gelegt hat. Der Mann lebte bis Ende Dezember 2010 mit seiner 35-jährigen Lebensgefährtin in Breitenbach. Dann war die Beziehung am Ende - jedoch nicht für den 33-Jährigen.

Die Frau zog nach Bad Häring in eine neue Wohnung. Wenige Monate später die Überraschung: Ihr Ex zog nebenan ein. Und im Juni dieses Jahres kam es zum Streit zwischen den beiden, bei dem die Frau vom 33-Jährigen „gefährlich bedroht“ wurde, wie die Polizei mitteilte.

Der Mann, der die Trennung offenbar nicht verwinden konnte, versuchte weiter die Aufmerksamkeit seiner ehemaligen Lebensgefährtin zu erlagen - jedoch auf kriminelle Weise: In der Nacht zum 28. Juli beschädigte er einen Reifen am Pkw seiner Ex.

Das Fass zum Überlaufen brachte schließlich eine Tat im darauffolgenden August: Der 33-Jährige wusste, dass im Hof der Eltern seiner ehemaligen Freundin in der Nacht zum 7. niemand anwesend sein wird. Er schlich sich zur Tenne und warf einen brennenden Kohleanzünder hinein. Anschließend rannte er davon. Nur durch Glück erlosch der Anzünder und es entstand nur geringer Sachschaden.

Die versuchte Brandstiftung erzählte der 33-Jährige später einem Freund. Als Motiv gab er an, dass er seine Ex-Freundin in ihrem Kummer trösten und sie so wieder zurückgewinnen wollte.

Anstatt seiner Ex wartet nun vermutlich der Richter auf den 33-Jährigen. Der Unterländer wurde auf freiem Fuß wegen versuchter Brandstiftung und gefährlicher Drohung angezeigt. (tt.com)


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