Rasche Hilfe für Opfer häuslicher Gewalt

Hilfsorganisationen knüpften gemeinsam ein Netz gegen häusliche Gewalt. Die Initiatoren wollen ein Bewusstsein schaffen.

Innsbruck – Häusliche Gewalt gegenüber älteren Menschen ist ein Thema, das nur ganz selten und wenn, dann in sehr extremen Fällen an die Öffentlichkeit dringt. In Tirol gab es vor wenigen Wochen in Mayrhofen einen derartigen Fall - die TT berichtete.

Meist entsteht Gewalt in Pflegebeziehungen, die von großer Abhängigkeit geprägt sind. Hinzu kommt mangelndes Wissen über Walter und Krankheitsbilder, etwa bei Demenz. Auch die Hilfsmöglichkeiten sind teilweise unbekannt. Doch Gewalt beschränkt sich nicht nur auf körperliche Misshandlungen, sondern beinhaltet auch Vernachlässigung, seelische Gewalt oder finanzielle Ausbeutung. Dazu ist diese Gewalt ein Feld mit vielen Grauzonen.

Verschiedene Hilfsorganisationen haben jetzt ein Netz von diversen Anlaufstellen geknüpft. Im Zusammenarbeit mit der Plattform gegen Gewalt in der Familie wurde dazu ein umfassender Folder gestaltet, der künftig bei allen beteiligten Organisationen, bei der Stiftung Notburgaheim und auch bei Hausärzten aufliegen soll. Die Initiatoren wollen damit Bewusstsein schaffen, damit Betroffene (und damit sind nicht nur die Opfer gemeint) einen raschen Weg zur vorhandenen Hilfe finden. (TT)

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