Griechenland weiter tief in der Krise: Schuldenstand steigt

In Griechenland verschärft sich die Schuldenkrise: Der Schuldenstand des Landes werde weiter steigen.

Athen – Weiterhin düstere Aussichten für die griechische Wirtschaft: Die Wirtschaftsleistung werde im nächsten Jahr um 2,5 Prozent sinken, geht aus einem am Montag veröffentlichten griechischen Budgetentwurf hervor.

Der Schuldenstand des Landes werde weiter steigen: Für heuer wird eine Verschuldung von 356,5 Mrd. Euro erwartet, was 161,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entspricht. 2012 werde der griechische Staat dann mit 371,9 Mrd. Euro bzw. 172,7 Prozent des BIP noch stärker verschuldet sein. Auch die Arbeitslosigkeit werde weiter steigen.

Das griechische Kabinett hatte am Sonntagabend den Haushaltsentwurf für 2012 gebilligt, der ein Defizit von 8,5 Prozent der Wirtschaftsleistung für das laufende Jahr vorsieht. Griechenland verpasst damit die mit den Geldgebern vereinbarten Defizitziele in diesem und im kommenden Jahr. Die Vertreter von EU, EZB und IWF prüfen nicht nur den Haushalt 2011, sondern auch die Budgetpläne bis 2014.

Euro-Finanzminister beraten

Die Finanzminister der 17 Euro-Staaten verhandeln heute (3. Oktober) in Luxemburg über die nächsten Etappen der Griechenland-Rettung. Erhofft wird eine Lösung im Streit über das sogenannte Finnen-Pfand: Helsinki stemmt sich bislang gegen eine weitere Unterstützung Athens, wenn es nicht für neue Notkredite zusätzliche Absicherungen erhält. Zudem wollen die Ressortchefs an der Reform des Rettungsschirms EFSF feilen.

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Über die Auszahlung der 8 Mrd. Euro schweren nächsten Kredittranche an Griechenland wird die Ministerrunde an diesem Montag aber noch keine Entscheidung treffen. Der Beschluss soll nach derzeitiger Planung bei einem Sondertreffen der Euro-Kassenhüter am 13. Oktober fallen. (APA/Reuters/dapd/dpa)


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