Nowotny - Banken kommen schwer an langfristige Liquidität

Kurzfristig kämen die Banken an Geld, die langfristige Liquidität ist laut Einschätzung des EZB-Ratsmitgliedes aber problematisch.

Wien - Banken haben nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny weiterhin Probleme an langfristige Liquidität zu kommen. Zwar hätten die Institute keinen Mangel an kurzfristigem Geld, sagte Nowotny am Montag auf einer Konferenz in Wien.

„Es ist ein Problem, dass längerfristige Liquidität für die Banken am Markt sehr schwer zu bekommen ist. Das ist eine Herausforderung, die wir diskutieren müssen, auch in der Politik.“

Die Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB), mit denen sie angeschlagenen Staaten unter die Arme greift, stellten keine zusätzliche Liquidität zur Verfügung und seien begrenzt - auch zeitlich, bekräftigte Nowotny. „Es ist ein befristetes Programm, auch zeitlich befristet, daher ist das nichts, das Teil der gewöhnlichen Instrumente der EZB ist.“

Die Rettung angeschlagener Banken soll nach Ansicht Nowotnys künftig nicht mehr allein die Angelegenheit von deren Heimatländern sein. Vielmehr müssten die Überwachung des Bankensystems und die Rettung strauchelnder Institute als gemeinsame Aufgabe verstanden werden.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Daher sollten auch die Lasten für die Rettung von Banken auf europäischer Ebene und nicht nur von den nationalen Steuerzahlern getragen werden. „Für die Zukunft ist es notwendig, dass wir einen europäischeren Ansatz verfolgen“, sagte Nowotny. (Reuters)


Kommentieren


Schlagworte