Netanyahu verurteilt Anschlag auf Moschee

Israels Ministerpräsident Netanyahu hat die Brandstiftung in einer Moschee in Tuba-Zangariya in der Region Galiläa im Westjordanland scharf verurteilt. Es handle sich um eine „Aktion, die den Werten Israels widerspricht“, sagte er laut israelischem Rundfunk. Die Religionsfreiheit gehöre zu den wichtigsten Werten. Er habe „vor Wut gekocht“, als er die Bilder der verbrannten Moschee sah.

Unbekannte hatten in der Nacht auf Montag im Norden Israels eine Moschee in Brand gesetzt. Polizeisprecher Mickey Rosenfeld teilte mit, das muslimische Gebetshaus sei schwer beschädigt worden. Die Brandstifter hätten die Wände mit Slogans wie „Rache“ beschmiert. Israelische Medien berichteten, an die Wand sei der Name eines Siedlers geschrieben, der im vergangenen Monat mit seinem Baby bei einem Autounfall im Westjordanland zu Tode gekommen war. Palästinenser hatten das Fahrzeug mit Steinen beworfen.

Nach Angaben des Polizeisprechers kam es nach dem Vorfall in Tuba-Zangariya, einer von Beduinen gegründeten Ortschaft nördlich des Sees Genezareth, zu Ausschreitungen. Etwa 200 Einwohner des Orts seien in Richtung der Stadt Rosh Pina marschiert und hätten Polizisten mit Steinen beworfen. Sie hätten auch Reifen in Brand gesetzt und die Straße blockiert. Die Sicherheitskräfte setzten den Angaben zufolge Tränengas ein, um die Demonstration aufzulösen. Man habe die Alarmbereitschaft im gesamten Norden Israels erhöht, um weitere Unruhen zu verhindern, sagte Rosenfeld.

In den vergangenen Monaten war es im Westjordanland zu ähnlichen Brandanschlägen auf Moscheen gekommen, zuletzt Anfang September.

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