Griechenland-Tief: Wall Street folgt Europas Börsen

Der Dow Jones verlor in den ersten Handelsminuten 0,6 Prozent.

New York – Die Wall Street ist am Montag mit Abschlägen in den Handel gestartet. Wie schon an den Aktienmärkten in Asien und Europa nagten auch hier neue Hiobsbotschaften aus Griechenland an den Hoffnungen, dass die Regierung in Athen doch noch der Schuldenfalle entrinnen kann.

Weitere Hilfen für das strauchelnde Euro-Land wurden in New York zwar einkalkuliert, doch das Schreckgespenst einer drohenden Staatspleite machte auch den US-Anlegern weiter zu schaffen. Nicht zuletzt wegen der Euro-Schuldenkrise hatten die amerikanischen Investoren in den vergangenen drei Monaten das schlechteste Quartal seit dem Höhepunkt der Finanzkrise von 2008 verbucht.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor in den ersten Handelsminuten 0,6 Prozent auf 10.848 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq tendierte 0,7 Prozent leichter bei 2398 Stellen. In Deutschland notierte der Dax 2,8 Prozent im Minus bei 5346 Punkten.

Griechenlands Regierung räumte ein, dass sie die für Milliardenhilfen aus dem Ausland akzeptierten Haushaltsziele 2011 und 2012 klar verfehlen wird. Im kommenden Jahr wird demnach auch die Wirtschaft ihre Talfahrt fortsetzen. Die internationalen Kontrolleure setzten am Montag in Athen ihre Prüfung fort, während noch am selben Tag die Euro-Gruppe über das Griechenland-Drama beraten sollte.

„Die Nachrichten sind enttäuschend, aber nicht überraschend“, sagte Oliver Pursche von Gary Goldberg Financial Services. Er gehe zwar davon aus, dass Griechenland trotzdem die benötigten Hilfen bekomme. „Es bleibt aber eine große Ungewissheit mit Blick auf das Volumen und die Modalitäten.“ Angesichts der jüngsten Verluste an den US-Börsen gehe es nun aber nicht mehr so steil bergab. (Reuters)


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