Kovats beschuldigt A-Tec-Investoren

A-Tec-Gründer Mirko Kovats hat am Montag den tschechischen Interessenten Penta Investments, die finanzierenden Banken und Gläubigerschützer Wilhelm Rasinger für das Scheitern des Sanierungsplans verantwortlich gemacht, der den Gläubigern des vor einem Jahr in die Insolvenz geschlitterten Unternehmens noch 210 Mio. Euro bringen hätte sollen.

Statt der ursprünglich angepeilten 47 Prozent werde nun eine 30-Prozent-Quote für die Gläubiger angestrebt, sagte Kovats, ließ aber durchblicken, dass dies nicht leicht zu erreichen sei.

Der börsenotierte Mischkonzern A-Tec war Ende Oktober 2010 in die Insolvenz geschlittert, nachdem bei einem australischen Kraftwerksprojekt ein dreistelliger Millionenverlust angefallen war. Die für die folgenden Tage geplante Rückzahlung einer 90-Millionen-Anleihe erfolgte nicht mehr. Gleichzeitig begann das Insolvenz- bzw. Sanierungsverfahren der A-Tec.

Ausschlaggebender Moment für das Scheitern des Sanierungsplans ist nach Darstellung von Kovats der tschechisch-slowakische Interessent Penta, der durch eine Klage samt einstweiliger Verfügung das Abspringen eines pakistanischen Investors ausgelöst habe.

Jetzt müsse das Unternehmen an Interessenten aus dem Ostblock und aus Asien „verscherbelt“ werden, sagte Kovats. Die Chancen, Arbeitsplätze in der steirischen Motorenfabrik in Spielberg zu erhalten, sei nicht hoch. Von den verbliebenen etwa 5.000 A-Tec-Arbeitsplätzen befinden noch 2.000 in Österreich.

Unterdessen wehrt sich Rasinger gegen die Anschuldigungen Kovats. Er selbst sei nur insoweit verantwortlich, „als ich trotz dreier Klagen von Kovats noch intensiver vor der A-Tec und ihrer Geschäftspolitik hätte warnen sollen“. Er habe seit dem Börsegang so intensiv gewarnt, wie es ihm möglich gewesen sei, „und wer rechtzeitig darauf gehört hat, hat sich viel ersparen können“, so Rasinger am Montagnachmittag zur APA.


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