700.000 Menschen feierten Tag der Deutschen Einheit in Bonn

Am 21. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung rief Kanzlerin Merkel zum Zusammenhalt der Gesellschaft auf.

Bonn – Am 21. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung haben Spitzen von Politik und Gesellschaft zu weiterem Engagement für die deutsche Einheit und für den Zusammenhalt der Gesellschaft aufgerufen.

Die Einheit sei „keine Selbstverständlichkeit“, sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag in Bonn am Rande des zentralen Festakts im ehemaligen Bundestagsplenarsaal. Sie müsse verteidigt werden, „dass es so bleibt in einem vereinten gemeinsamen Europa“.

Merkel rief zugleich dazu auf, die Unterschiede, die es in den „Lebenswirklichkeiten“ zwischen alten und neuen Bundesländern immer noch gebe, zu überwinden. „Wir sind weit vorangekommen, aber wir haben es noch nicht ganz geschafft.“

In der früheren Bundeshauptstadt wurde der Einheitstag in diesem Jahr gleich drei Tage lang gefeiert - gemeinsam mit dem 65. Gründungstag Nordrhein-Westfalens. Schätzungsweise rund 700.000 Menschen - ungefähr das Doppelte der Einwohnerzahl Bonns - drängten sich bei schönstem Altweibersommerwetter an dem langen Wochenende über die Festmeile.

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Festnahme mutmaßlicher Islamisten

Zunächst aufschreckende Berichte über die vorübergehende Festnahme von vier mutmaßlichen Islamisten konnten die friedliche und frohe Stimmung in der Stadt nicht trüben. Die vier Männer sollen eine „schwere staatsgefährdende Straftat“ geplant haben. Drei wurden im Raum Bonn festgenommen, einer im hessischen Offenbach. Sie wurden wieder freigelassen, nachdem sich ein Terrorverdacht nicht erhärtete. (APA/dpa)


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