Modellflugzeug-Bomber in USA weist Vorwürfe zurück

Der unlängst in den USA festgenommene Terrorverdächtige, der Sprengstoff-Anschläge mit ferngesteuerten Modellflugzeugen auf das Pentagon und den Kongress in Washington geplant haben soll, hat die Vorwürfe vor Gericht zurückgewiesen. Bei einer Anhörung in Worcester im US-Staat Massachusetts erklärte sich der 26-Jährige am Montag für unschuldig. Dem US-Bürger droht lebenslange Haft.

Der 26-Jährige war am vergangenen Mittwoch in der Nähe von Boston verhaftet worden. Verdeckte Ermittler der Bundespolizei FBI hatten dem diplomierten Physiker eine Falle gestellt. Sie gaben sich ihm gegenüber als Al-Kaida-Anhänger aus und versorgten ihn nach eigenen Angaben mit einem Modellflugzeug, Sprengstoff-Attrappen und Handfeuerwaffen. Das FBI griff zu, als der Mann eine neue Lieferung seiner vermeintlichen Komplizen in Framingham nahe Boston in einem Lager verstauen wollte. Die Öffentlichkeit sei aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, teilte die US-Bundespolizei nach der Festnahme mit.

Zunächst wollte der Verdächtige den Ermittlern zufolge nur das Pentagon aus der Luft attackieren, im April nahm er auch den Kongress ins Visier. Mit dem Angriff auf die weiße Kuppel des Kongressgebäudes würde er „das ganze Imperium enthaupten“, sagte F. nach Angaben der Ermittler. Im Mai und Juni übergab der US-Bürger seinen vermeintlichen Komplizen USB-Sticks mit detaillierten Anschlagsplänen. Demnach wollte F. nicht nur mit drei Modellflugzeugen aus der Luft zuschlagen, sondern auch zeitgleich bei einem Bodenangriff in Washington mit Kalaschnikow-Sturmgewehren und Granaten so viele Menschen wie möglich töten.

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