Bombenanschlag in Mogadischu - Mindestens 70 Tote

Die schwere Explosion ereignete sich vor einem Regierungsgebäude in der somalischen Hauptstadt.

Mogadischu – Bei dem Bombenanschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind nach Angaben des Präsidentenbüros mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen. Rund 150 Menschen seien bei der Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Lastwagens verletzt worden, hieß es in einer Mitteilung des somalischen Präsidenten Scharif Scheich Ahmed am Dienstagabend. Zuvor war von an die 65 Toten sowie 50 Verletzten berichtet worden. Zu dem Anschlag bekannte sich die radikalislamische Shabaab-Miliz. Die Vereinten Nationen und die USA verurteilten das Attentat.

Ein UN-Sprecher sagte, Generalsekretär Ban Ki-moon sei „bestürzt“ über den „abscheulichen“ Anschlag. Die Sprecherin des US-Außenministeriums sagte, es sei offensichtlich, dass die Shabaab-Miliz kein Interesse am somalischen Volk habe.

Das Internationale Rote Kreuz in Genf bestätigte, dass rund 90 Verletzte in eines seiner Krankenhäuser in Mogadischu eingeliefert wurden. Die Menschen hätten sich in der Nähe des Explosionsortes aufgehalten. Viele seien mit Verbrennungen und Knochenbrüchen eingeliefert worden.

Der Anschlag ist der schwerste Angriff der Shabaab-Miliz seit einem Bombenattentat in der ugandischen Hauptstadt Kampala 2010, bei dem 76 Menschen getötet wurden. Die Shabaab-Miliz kämpft seit 2007 gegen die somalische Übergangsregierung. Im August zog sie sich nach vierjährigen Kämpfen aus Mogadischu zurück. Sie hat jedoch weiterhin große Teile des Südens und des Zentrums des Landes unter ihrer Kontrolle. Ihre Kämpfer behindern dort nach UN-Angaben die Versorgung der Opfer der anhaltenden Dürrekatastrophe.

(APA/AFP)


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