Neo-Teamchef Koller: „Will dabei sein, wo die Musik gespielt wird“

Der Schweizer tritt seinen Job als Teamchef am 1. November an und erhält einen Zweijahresvertrag.

Oberwart – Österreichs neuer Fußball-Teamchef heißt Marcel Koller. Der 50-jährige Schweizer wurde am frühen Dienstagnachmittag in Oberwart auf einer ÖFB-Pressekonferenz offiziell vorgestellt. Koller wird seine Tätigkeit am 1. November aufnehmen und erhielt vorerst einen Zweijahresvertrag bis zum Ende der Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien. „Er ist ein akribischer Arbeiter und hat gezeigt, dass er in der Lage ist, eine Mannschaft und junge Spieler zu entwickeln“, sagte ÖFB-Präsident Leo Windtner über Koller.

„Er ist unbelastet“

Der Schweizer komme mit Innovation daher. „Er ist unbelastet und kann mit neutraler Sicht an die Aufgabe herangehen. Er kann in Österreich seine eigenen Spuren ziehen und hinterlassen“, fügte Windtner hinzu. Man habe jenen Kandidaten ausgewählt, der den aufgestellten Kriterien am meisten entsprochen habe. Wie der weitere Trainerstab aussehen wird, ist derzeit noch vollkommen offen.

Der 55-fache Schweizer Teamspieler hat in seiner Karriere bisher den FC Wil, St. Gallen, Grasshoppers Zürich, 1. FC Köln und VfL Bochum betreut, war seit seiner Entlassung beim damaligen deutschen Bundesliga-Club am 20. September 2009 aber ohne Trainerjob.

Bei den abschließenden EM-Qualifikationsspielen gegen Aserbaidschan (Freitag, Baku) und Kasachstan (Dienstag, Astana) wird noch ÖFB-Sportdirektor und Interimstrainer Willi Ruttensteiner auf der Bank sitzen, Koller will währenddessen seinen Umzug von Zürich nach Wien organisieren und wird seine Premiere beim freundschaftlichen Länderspiel am 15. November in Lwiw gegen die Ukraine geben.

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„Es sind junge Spieler dabei, die das Talent haben, sich weiterzuentwickeln. Ich habe gesehen, dass es in der Mannschaft passt, sie mit Leidenschaft spielt. Meistens haben Kleinigkeiten gefehlt“, sagte Koller nach einem DVD-Studium der Österreich-Auftritte in der jüngsten Vergangenheit. Es sei ein Potenzial vorhanden. „Ich denke, dass wir gemeinsam einen guten Weg gehen können. Ich bin ein Trainer, der dabei sein will, wo die Musik gespielt wird“, fügte der Neo-ÖFB-Teamtrainer, der vor 14 Tagen erstmals kontaktiert wurde, hinzu. (APA)


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