Berufsausbildung-neu soll Migranten fördern

Wirtschaftsminister Mitterlehner hat am Dienstag eine Novelle des Berufsausbildungsgesetzes in Begutachtung geschickt. Lehrlinge und Betriebe mit Migrationshintergrund sollen dadurch besonders gefördert werden. Ein weiteres Ziel ist die Qualitätssicherung bei den Lehrabschlussprüfungen. Für die Umsetzung sollen ab 2012 rund 11,5 Mio. Euro zur Verfügung stehen.

Wirtschafts- und Sozialministerium haben sich auf die Novelle geeinigt und sollen künftig einvernehmlich Richtlinien erlassen, mit denen sie nicht gebundenes Geld für Förderprojekte verwenden können. Laut einer Berechnung der zuständigen WKÖ Inhouse GmbH stehen dafür im nächsten Jahr rund 11,5 Mio. Euro zur Verfügung. Mitterlehner begründet die Novelle mit dem demografischen Wandel und dem zunehmenden Fachkräftebedarf der Betriebe: „Durch gezielte Projektförderungen wollen wir mehr Jugendliche für eine Lehre motivieren und Betriebe, die neu in die Lehre einsteigen, bei der Ausbildungsplanung unterstützen.“ Dieser finanzielle Spielraum entstehe durch die Umstrukturierungen in der Lehrlingsförderung, die aus dem Insolvenzentgeltfonds finanziert wird. Insgesamt sollen im kommenden Jahr 155 Millionen Euro für die betriebliche Lehrlingsförderung vergeben werden.

Stärker unterstützt werden sollen auch Betriebe, die Auslandspraktika von Lehrlingen forcieren, so Mitterlehner weiter. Gleichzeitig gehe es darum, die Drop-out-Quote durch zusätzliche Beratungsangebote zu reduzieren und die Qualität der Lehrabschlussprüfungen zu sichern. Sozialminister Hundstorfer zeigte sich zuversichtlich, dass sowohl Lehrlinge als auch die ausbildenden Betriebe selbst von der Novelle profitieren würden.

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