Wiener nach Vergewaltigung von Tochter in Haft

Zu 18 Jahren Haft und Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher ist am Dienstag ein 55-jähriger Wiener in Eisenstadt verurteilt worden. Der Mann, der längere Zeit mit seiner Familie im Burgenland gelebt hat, soll laut Anklage seine Tochter im Zeitraum von Herbst 2000 bis Anfang Dezember 2007 immer wieder vergewaltigt und sexuell missbraucht haben.

Der Staatsanwalt sprach von „einer dreistelligen Anzahl“ von Übergriffen. Zu Beginn der Taten sei das Kind fünf Jahre alt gewesen. Insgesamt 18 Delikte - darunter schwerer sexueller Missbrauch, Nötigung und gefährliche Drohung sowie Blutschande, Herstellen und Besitzen von kinderpornografischen Bildern - hatten die Ankläger dem 55-Jährigen vorgeworfen. Lediglich in einem Punkt - es ging um den Besitz einer verbotenen Waffe - sprach der Schöffensenat unter Vorsitz von Wolfgang Rauter den Angeklagten frei. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Verurteilte legte Berufung ein, der Staatsanwalt verzichtete auf Rechtsmittel.

„Es ist dem Senat überhaupt noch nie eine derart widerliche Ansammlung von strafbaren Handlungen untergekommen“, erklärte der Vorsitzende. Der Angeklagte hatte in seinen abschließenden Worten gemeint, er habe keinen Mord begangen. Dies treffe zu in der Weise, dass er niemand umgebracht hätte. „Aber er hat in vielfacher Weise Mord an Kinderseelen begangen“, so der Richter.

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