Trauer um Steve Jobs in den USA und auf der ganzen Welt

Steve Wozniak: „Das ist ein bisschen, wie als John Lennon starb oder JFK.“ Bill Gates: „Ich werde Steve enorm vermissen“

Washington - Der Tod des Apple-Mitbegründers Steve Jobs hat in den USA Trauer und Bestürzung ausgelöst. Jobs starb am Mittwoch im Alter von nur 56 Jahren.

Apple-Chef Tim Cook schrieb in einer E-Mail an die Angestellten des Unternehmens, „Apple hat einen Visionär und kreativen Genius verloren, und die Welt hat einen unglaublichen Menschen verloren. Diejenigen von uns, die glücklich genug waren, (ihn) zu kennen und mit Steve zusammenzuarbeiten, haben einen lieben Freund und inspirierenden Mentor verloren.“

Steve Wozniak, der Mitbegründer von Apple, hat schockiert auf den Tod seines einstigen Weggefährten reagiert. Die Nachricht habe ihn „geschockt“, er sei wie vor den Kopf gestoßen, sagte Wozniak am Mittwochabend (Ortszeit) im US-Fernsehsender CNN. „Das ist ein bisschen, wie als John Lennon starb oder JFK oder vielleicht Martin Luther King: Es fühlt sich an wie eine große Lücke.“

Wozniak würdigte zudem die Zusammenarbeit mit dem Verstorbenen. Als sie Apple zusammen gegründet hätten, hätten sich beide „niemals“ vorstellen können, dass das Unternehmen so bedeutend werden würde, sagte Wozniak. „Wir hatten das Gefühl, dass es unglaublich wichtig war, aber wir hätten uns niemals vorstellen können, dass es so groß werden würde, wie es heute ist, dass es ein derartig wichtiger Teil in unser aller Leben werden würde“, sagte Wozniak.

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Seine Anfänge fand der IT-Gigant Apple, ursprünglich das gemeinsame Unternehmen von Jobs und Wozniak, Ende der 70er Jahre in einer kalifornischen Garage. 1987 stieg Wozniak aus. „Am Anfang war das Entscheidende, die Technologie von heute zu nehmen und daraus eine Technologie von morgen zu machen“, beschrieb Wozniak die Arbeit der ersten Jahre. „Und Steve war immer am Drängeln: ‚Kannst du dies tun? Kannst du das tun?‘, alles jenseits von dem, was der Ingenieur konnte, aber er konnte es schaffen, dass der Ingenieur sagte, ‚ja ich kann, ich kann‘. Und am Ende war es gemacht.“

Der Chef des Internetgiganten Google, Eric Schmidt, der früher selbst eine führende Position bei Apple innehatte, sprach von einem sehr traurigen Tag „für uns alle“. „Steve war so charismatisch brillant, dass er Menschen inspirierte, das Unmögliche zu tun“. Er werde als der größte Computererfinder in der Geschichte in Erinnerung bleiben.

Der frühere Microsoft-Chef Bill Gates erklärte, auf der Welt gebe es selten jemanden, der einen so tiefgreifenden Einfluss wie Steve gehabt habe. Die Auswirkungen würden für viele künftige Generationen spürbar sein. „Ich werde Steve enorm vermissen“, schrieb Gates.

Die Chefin von Hewlett-Packard, Meg Whitman, meinte, Steve Jobs sei ein Unternehmer und Geschäftsmann mit Kultsymbolcharakter gewesen, dessen Einfluss auf die Technologie über das Silicon Valley zu spüren war. Er werde wegen Innovationen, die er auf den Markt gebracht und Inspiration, die er der Welt gebracht habe, in Erinnerung bleiben.

Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg meinte: Heute Abend habe Amerika ein Genie verloren, an das man sich erinnere wie an Edison und Einstein und dessen Ideen die Welt für Generationen prägen würden.

„Steve hat den Kalifornischen Traum jeden Tag seines Lebens gelebt und er hat die Welt verändert und uns alle inspiriert. Danke Steve“, erklärte Arnold Schwarzenegger, Schauspieler und kalifornischer Ex-Gouverneur,.

„Traurig wegen Steve Jobs. Ebenbürtig mit Henry Ford, Carnegie und Edison“, würdigte ihn Alec Baldwin, Schauspieler. Ähnlich äußerte sich Kevin Spacey: „Die Welt hat heute einen wahren Visionär verloren. Denk anders.“

„Verdammt. Ruhe in Frieden Steve Jobs. Danke für all die Sachen, die du uns gegeben hat. Das Leben ist kurz. Tobe dich aus“, reagierte US-Rocker Benji Madden. ( APA/dpa )


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