Pflege für 38 Prozent nicht mit Beruf vereinbar

38 Prozent der Österreicher sind der Meinung, dass die Pflege von Familienangehörigen mit dem Beruf auf keinen Fall zu vereinbaren ist. 48 Prozent glauben, dass Frauen mit Kindern unter sechs Jahren ganztägig zu Hause bleiben sollen - sofern sich das finanziell ausgeht. Das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Linzer market-Instituts zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Es gibt zu wenig Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen, meinen 43 Prozent der Österreicher. Kaum ein Thema werde Geschlechter übergreifend als so drängend empfunden, so das Institut. Die Männer reihen die mangelnde Unterstützung bei der Pflege mit 45 Prozent voller Zustimmung sogar auf Rang zwei der Aussagen zur Unvereinbarkeit von Beruf und Familie.

Dass Frauen in der Arbeit mehr leisten müssen als Männer, wenn sie weiterkommen wollen, sehen 44 Prozent der Österreicher so. 58 der weiblichen, aber nur 29 Prozent der männlichen Studienteilnehmer sind dieser Meinung. Im Gegenzug ist ein großes Bewusstsein da, dass es Männern guttue, sich in die Kindererziehung einzubringen. Von den 427 online Befragten - repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren - gaben 37 Prozent an, dass es für einen Mann sehr bereichernd sei, wenn er eine Zeit lang allein für die Versorgung des Nachwuchses zuständig ist. In der Generation von 16 bis 29 Jahren stimmten sogar 48 Prozent dieser Aussage zu.

Nach der Geburt eines Kindes ist nach Ansicht von 36 Prozent der weiblichen und 18 Prozent der männlichen Befragten meistens Schluss mit der partnerschaftlichen Arbeitsteilung in der Familie und die Frau übernimmt einen Großteil der Hausarbeit. Der Aussage, dass die Partnerin mehr Zeit und Energie in eine Beziehung investiert als ihr Lebensgefährte, stimmten 36 Prozent der Frauen und 17 Prozent der Männer voll und ganz zu.


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