Zweifel am Tod von Al-Awlaki in Jemen

Im Jemen sind Zweifel am Tod des US-stämmigen Top-Terroristen Al-Awlaki durch eine US-Drohne am vergangenen Freitag aufgekommen. „Es gibt keine unwiderlegbaren Beweise dafür, dass Al-Awlaki in dem getroffenen Fahrzeug gesessen hat“, zitierte die jemenitische Web-Seite Marib Press am Donnerstag einen Offiziellen des Sicherheitsapparates.

Der der jemenitischen Al-Kaida zugehörige Hassprediger soll in einem aus drei Fahrzeugen bestehenden Konvoi in der östlichen Provinz Marib unterwegs gewesen sein, als eines der Autos von der Drohne getroffen wurde. Auch habe es keine Leichen der Angriffsopfer gegeben, sagte der Offizielle. Der Raketeneinschlag habe lediglich Wrackteile und nicht identifizierbare menschliche Körperteile hinterlassen. Letztere seien von Bewohnern nahe gelegener Dörfer eingesammelt und begraben worden.

Awlaki hatte in seinen Hasspredigten mehrfach zur Tötung von Amerikanern aufgerufen. Er soll auch in Kontakt mit dem Amokläufer von Fort Hood gestanden haben, der 2009 auf einem Militärstützpunkt in Texas 13 Menschen getötet hatte. Auch mit Umar Farouk Abdulmutallab, der 2009 über Detroit versucht hatte, einen Sprengsatz an Bord eines Passagierflugzeugs zu zünden, soll er in Verbindung gewesen sein.

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