Uhren über Mekka von Tirolern zum Leuchten gebracht

Die Tiroler Firma Bartenbach zeichnet für die Beleuchtung eines 601 Meter hohen Turmes in Mekka verantwortlich.

Aldrans – Tiroler Lichter verschönern seit Kurzem Mekka, den bedeutendsten Wallfahrtsort des Islam. Für den 601 Meter hohen Hauptturm eines riesigen Hotelkomplexes (120.000 Betten) hat das Lichtlabor Bartenbach in Aldrans das Beleuchtungskonzept geplant.

Kern­element ist die Beleuchtung der vier weltgrößten Uhren mit einem Durchmesser von jeweils 43 Metern, die auf 425 Metern Höhe rund um die Turmspitze angebracht sind. Alleine der beleuchtete (und begehbare) Minutenzeiger ist 23 Meter lang und 6 Tonnen schwer. Die leuchtenden Uhren sind 10 km weit sichtbar.

Zusätzlich wurden unterhalb der Uhren vier beleuchtete Medienwände (je 11 mal 70 Meter) in die Fassade integriert, von denen die Gebetssprüche für die jährlich rund drei Millionen muslimischen Pilger prangen. Das ganze Projekt wird mit LED-Technik umgesetzt, erklärte Projektleiter Christoph Gapp. Insgesamt wurden über zwei Millionen LED-Lampen für die Beleuchtung von Uhren und Medienwänden eingebaut. Alleine eine Uhr verbraucht die Energie von drei Einfamilienhäusern.

Das Auftragsvolumen für die Aldranser Beleuchtungsplaner beträgt zwischen 3 und 5 Mio. Euro, wie Geschäftsführer Christian Bartenbach berichtet. „Das ist unser größter Einzelauftrag bisher“, so Bartenbach. Das Auftragsvolumen umfasst dabei auch ein weiteres Großprojekt in Mekka. So wird das Moschee-Areal in den kommenden drei Jahren um 600.000 m² ausgebaut, auch für die dort entstehenden Bauten und Plätze soll Bartenbach das Beleuchtungskonzept ausarbeiten.

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Für die Tiroler Beleuchtungsspezialisten ist der arabische Raum ein wichtiger Markt. Bereits 20 % des Umsatzes kämen mittlerweile aus Arabien. (TT)


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