Arnold Schwarzenegger eröffnet in Thal bei Regen „sein“ Museum

Er stammt aus dem kleinen Ort Thal bei Graz, war Mister Universum, wurde in den USA erst Filmstar, dann Politiker. Jetzt haben frühere Freunde von Arnold Schwarzenegger sein Geburtshaus zum Museum gemacht. „Arnie“ selbst kam zur Eröffnung.

Graz - Arnold Schwarzenegger hat am Freitag in seinem Geburtshaus in Thal bei Graz „sein“ Museum eröffnet. Bei einer improvisierten Feier im Regen enthüllte er in Anwesenheit von Bundeskanzler Werner Faymann und des steirischen Landeshauptmanns Franz Voves eine überlebensgroße Bronzestatue, die ihn als Bodybuilder zeigt, und legte den Besuchern - bisher waren es seit der inoffiziellen Eröffnung schon 5.000 - als Botschaft ans Herz: „Für mich ist das Museum ein Symbol des Willens, dass jeder eine Chance hat im Leben.“

Der Hollywood-Star und Ex-Gouverneur von Kalifornien betonte, dass er das Museum nicht als persönliches Denkmal sehe, vielmehr solle es vermitteln, dass jeder auf seine Art erfolgreich sein könne: „Bleib immer hungrig“, so sein Rat. „Was ich, der Thaler Bub, geschaffen habe, kann jeder schaffen.“ Sein persönlicher Erfolg habe nicht so viel zu tun mit den Millionen, nicht mit den Schlagzeilen in den Medien, die nicht immer positiv seien, „und auch nicht dem Schulterklopfen von einem Barack Obama oder anderen Weltgrößen. Persönlicher Erfolg ist das Resultat von Entschlossenheit, harter Arbeit und Hartnäckigkeit.“ Im Übrigen freue er sich, seinem Sohn Patrick und seinem Neffen die alte Heimat, auf die er noch immer stolz sei, zeigen zu können.

Faymann und Voves würdigten „Arnies“ Verdienste

„Egal wo ich hinkomme, den Arnold kennen sie überall“, meinte Bundeskanzler Faymann und wies anerkennend auf die drei Karrieren in einem Leben hin, die Schwarzenegger geschafft habe: „Wer weiß, was die vierte bringt.“ Landeshauptmann Voves, selbst ehemaliger Eishockey-Crack, knüpfte beim Sportsgeist an und bezeichnete Schwarzenegger als „wichtigsten Botschafter der Steiermark“, der in Anbetracht seiner Laufbahn Respekt verdiene. Auch Schulfreund und Museumsorganisator Peter Urdl, der sich für das schlechte Wetter entschuldigte, sowie Alt-Landeshauptmann Josef Krainer ergriffen das Wort, während immer wieder Sturmböen über den Garten fegten und die Partyzelte verwehten.

24 Stunden in der alten Heimat

Während die Musikkapelle „Steirermen san very good“ intonierte, besichtigten Schwarzenegger und Entourage - ohne Journalisten - kurz das Museum. Gemeinsam mit Faymann ging es anschließend ins Schlossbergrestaurant, wo über den Dächern des wolkenverhangenen Graz das Mittagessen eingenommen wurde. Bald danach war der Kurzbesuch, der Donnerstagnachmittag begonnen hatte, auch schon wieder vorbei: Nach knapp 24 Stunden in der alten Heimat hob Schwarzeneggers Privatjet kurz nach 15.30 Uhr vom Flughafen Graz-Thalerhof ab.


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