Irland will ab 2012 keine Euro-Hilfen mehr - dann wieder am Markt

Irland will als erster der notleidenden Euro-Staaten den Rettungsschirm verlassen und den Weg zurück an den Kapitalmarkt einschlagen.

Dublin – Die Regierung wolle bereits im kommenden Jahr versuchen, wieder Staatsanleihen auf den Markt zu geben, sagte der irische Premierminister Enda Kenny am Freitag in einem Interview mit dem Fernsehsender Bloomberg.

Außerdem rechnet der Premier schon bald mit einer Hochstufung der Kreditwürdigkeit des Landes durch die Ratingagenturen. Unter allen Staaten der Eurozone, die derzeit unter einer hohen Verschuldung leiden, habe sich Irland beispielhaft entwickelt, sagte Kenny. Irland sei „bestens positioniert“, um dem Internationalen Währungsfonds als erster Krisenstaat „Goodbye zu sagen“.

Irland plant im kommenden Jahr weitere Einsparungen in einem Volumen von 4 Milliarden Euro, um das Haushaltsdefizit weiter zu senken. Kenny rechnet damit, dass sein Land das vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union (EU) gesetzte Defizit-Ziel von 10,6 Prozent in diesem Jahr unterschreiten wird. Das Eurozonen-Land hatte im vergangenen Jahr Hilfe von der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds beantragt. (APA/dpa)


Kommentieren


Schlagworte