Burmesischer Zensurchef fordert Pressefreiheit für sein Land

Der Zensurchef im militärdominierten Burma hat Pressefreiheit für sein Land gefordert und damit die Existenzberechtigung seiner eigenen Behörde infrage gestellt.

Rangun – Es gebe in den meisten Nachbarländern Burmas keine Pressezensur, weil sie „nicht im Einklang mit der Demokratie“ stehe, sagte Behördenchef Tint Swe am Samstag dem Sender Radio Free Asia.

„Die Pressezensur sollte daher bald abgeschafft werden“, fügte er mit Blick auf Burma hinzu und mahnte zugleich, dass Zeitungen und andere Medien dann auch Verantwortung übernehmen müssten.

Kein Problem mit Berichten über Oppositionschefin Aung San Suu Kyi

Die Abschaffung der Zensur könne Teil der Reformen sein, die von der neuen Zivilregierung Burmas umgesetzt werden sollten, sagte der Beamte. Auch in Medienberichten über Oppositionschefin Aung San Suu Kyi sehe er kein Problem. Diese hatte kürzlich gesagt, sie sehe Anzeichen für einen politischen Wandel in ihrem Land.

Es sei aber unklar, ob die Regierung ihre Reformzusagen umsetzen werde. Suu Kyi hatte den Großteil der vergangenen 20 Jahre unter Hausarrest verbracht. Kurz nach der Parlamentswahl im vergangenen November, der ersten Wahl seit dem Jahr 1990, wurde die Friedensnobelpreisträgerin freigelassen. (APA)

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren


Schlagworte