SPE-Chef Schulz hält nicht viel von Strache

Der sozialdemokratische Fraktionschef und wahrscheinliche künftige Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, hält nicht viel von FPÖ-Chef Strache. „Dieser Politiker ist ein besonderes Beispiel von intellektueller Schwäche, etwa mit seinen schrecklichen ‚Daham statt Islam‘-Sprüchen. Damit kann man doch nicht die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts bewältigen“, so Schulz gegenüber „profil“.

Der deutsche Sozialdemokrat warnte zugleich vor einer Pleite des schwächelnden Euro-Staates Griechenland. „Ein Schuldenschnitt würde französische Privatbanken am härtesten treffen. Das würde den französischen Staatshaushalt massiv belasten. Was passiert, wenn Frankreich sein Triple-A-Rating verliert? Ein Flächenbrand ist nicht auszuschließen“, argumentierte Schulz. Griechenland müsse „vernünftige Konditionen bei der Bedienung seiner Verbindlichkeiten“ bekommen. Doch könne die griechische Wirtschaft nur durch Wachstum saniert werden. „Deshalb sind wir als Europäische Sozialdemokraten auch für die Einführung der Eurobonds, also der gemeinsamen Anleihen.“

Das Argument, dass Eurobonds die Refinanzierung jener Eurostaaten, die solide Staatsfinanzen haben, teurer machen würde, stellte Schulz infrage. „Ich glaube, dass die Eurobonds am Ende sogar billiger kämen. Und Griechenland erhielte Mittel für die Modernisierung seiner Wirtschaft.“


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