Justiz ermittelt wegen Literatur-Nobelpreisvergabe

Die schwedische Staatsanwaltschaft prüft, ob es im Zusammenhang mit der Verleihung des diesjährigen Literaturnobelpreisen zu Straftaten gekommen ist. „Ich habe es in der Zeitung gelesen, wir werden die Angaben kontrollieren“, sagte der Leiter der Antikorruptionsabteilung bei der Stockholmer Generalstaatsanwaltschaft, Alf Johansson, gegenüber der Tageszeitung „Dagens Nyheter“.

Noch am Donnerstag war bekannt geworden, dass die Wettquoten auf den schwedischen Lyriker Tomas Tranströmer in den Stunden vor der Bekanntgabe des heurigen Literaturnobelpreisträgers regelrecht in den Keller gerasselt waren. Laut Odd Zschiedrich, dem Kanzleichef der Schwedischen Akademie, wussten diesmal außer den 18 Akademiemitglieder fünf weitere Mitarbeiter im Vorhinein, wer den Preis erhalten würde.

Einen ähnlich auffallenden Verfall der Wettquoten vor der Bekanntgabe des Literaturnobelpreisträgers hatte es zuletzt 2008 gegeben. Damals erhielt der Franzose Jean-Marie Le Clezio die Auszeichnung. Eine interne Untersuchung hatte damals zu keinem Resultat geführt.


Kommentieren


Schlagworte